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Ennius - Annales 05 - 80-100ff (Gründung)


Die sich mit großer Sorgfalt bemühenden, machen zugleich einen großen Aufwand durch Vogelschau und Vorausdeutung, da sie eine Herrschaft verlangen.
….auf dem Berg…
Remus gibt sich ganz der Vogelschau hin und bekommt allein einen günstigen Vogel gedeutet.
Romulus aber, der Schöne, sucht auf dem hohen Aventin und kriegt einen Schar von Vögeln gedeutet.

Sie stritten sich ob sie die Stadt Rom oder Remora nennen sollten.
Allen Männern ist es Sorge, wer von beiden der Herrscher sei:
Sie warten, als er wie ein Konsul ein Zeichen schicken will, und alles blicken gierig an die Ränder des Kerkers, ob er nicht bald die Wagen aus den bemalten Schranken herauslässt:
Si wartete das Volk und hielt gespannt die Blicke, wem von beiden durch die Dinge der Sieg über das große Reich gegeben sei.
Unterdessen zog sich die helle Sonne in die Tiefe der Nacht zurück.
Darauf gab sich das draußen geworfene Licht mit Strahlen hin;
Und sobald aus dem Meer der bei weitem schönste Vogel eilends unter günstigem Vorzeichen herausfliegt, so erhebt sich auch gleich die goldene Sonne.
Es ziehen am Himmel entlang zwölf heilige Vogelgestalten, und begeben sich zu günstigen und schönen Orten.

Romulus versteht, dass durch die Vogelschau eigentlich die Hügel und der Grund für die Herrschaft festgesetzt und gegeben wurden.
Es sind um ein weniges mehr oder weniger 70 Jahre, nachdem das berühmte Rom durch die günstige Vogelschau gegründet wurde.

Die römische Sache besteht durch die alten Gesetze und Männer.
Die Römer sind so tapfer wie der Himmel tief ist.

Autor: jauchi