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Bartholomaeus Anglicus - De Proprietatibus Rerum - Buch 6, 06f

Mädchen sind sogenannt gleichsam rein wie ein Augapfel. Und Isidor von Sevilla sagt: "Über alles andere hinaus, was an Mädchen geschätzt wird, wird am meisten die Schamhaftigkeit geschätzt. Man muss bei den Mädchen bedenken, dass hinsichtlich der Körperbeschaffenheit sie warm, feucht und sehr zart sind, hinsichtlich ihrer Körpergestalt zierlich, beweglich und schön sind, hinsichtlich ihrer Gemütsstimmung scheu, schüchtern (ängstlich) und fröhlich sind, hinsichtlich ihres äußerlichen Verhaltens sind sie in ihrem Charakter diszipliniert, im Gespräch vorsichtig und schweigsam und hinbsichtlich ihrer Kleidung Geschmack haben. Denn wie Seneca sagt: "Für die Sittsamen ziemt sich Schicklichkeit in Kleidung," Aber der Begriff "Mädchen" steht für Lebensater, Reinheit und Ehrlichkeit, so Isidor. Denn wir mögen das jungfräuliche Mädchen. Die Jungfrau wird nach sittlicher Reinheit gleichsam wie eine mannhafte Heldin bezeichnet, die wahrhaftig die weibliche Leidenschaft verleugnet, so sagt Isidor. "Jede Frau jedoch", so Aristoteles", hat allgemein geschmeidigeres und weicheres Haar als der mann und auch einen längeren Hals; die weibliche Farbe ist allgemein eher heller und das Gesicht erfreulicher und zarter, heiterer und schmeichelnder, von Schulter bis zum Nabel haben sie einen schmaleren Körper, vom Nabel bis zu den Knien und sogar bis zu den untersten Füßen mehr breiteren Körper, die Hand und die ganze Körperoberfläche ist biegsamer und feiner; ihre Stimme ist zart , die Ausdrucksweise ist flüssig und gewandt, sie haben eine kurze Gangart, mit kurzen und gekürzten Schritten, eine unverschämte Seele zum Jähzorn neigend, beharrlich zum Hass, mitleidig, neidisch, der Arbeit nicht gewnad, gelehrig, heimtückisch, reizbar, der Begierde zugeneigt. Daher sagt Aristoteles im achten Buch: "ŽFrauen", [sagt er] "sind bei allen Tierarten schächer als Männer, außer der Bärin und der Leopardin, weil diese für tapferer und stärker als die Männer gehalten werden." Die Frauen sind leichter zu erziehen und schlauer, weicher und sie sind besorgter um die Ernährung ihrer Sprösslinge. Und die Frau , die mehr Frömmigkeit als der Mann hat, vergießt schneller Träne und ist neidischer, liebt intensiver, die Bosheit des Geistes ist mehr in der Frau als im mann, sie ist schwach an Hoffnung, lügnerischer, vorlauter und von größerer TRägheit als der Mann uhnd außerdem von langsamerer Bewegung.

Autor: panda