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Aeneis - Buch 06, 156-182

Aeneas VI, 156 – 182

Lateinisches Original:
Aeneas maesto defixus lumina uultu
ingreditur linquens antrum, caecosque uolutat
euentus animo secum. cui fidus Achates
it comes et paribus curis uestigia figit.
multa inter sese uario sermone serebant,
quem socium exanimum uates, quod corpus humandum
diceret. atque illi Misenum in litore sicco,
ut uenere, uident indigna morte peremptum,
Misenum Aeoliden, quo non praestantior alter
aere ciere uiros Martemque accendere cantu.
Hectoris hic magni fuerat comes, Hectora circum
et lituo pugnas insignis obibat et hasta.
postquam illum uita uictor spoliauit Achilles,
Dardanio Aeneae sese fortissimus heros
addiderat socium, non inferiora secutus.
sed tum, forte caua dum personat aequora concha,
demens, et cantu uocat in certamina diuos,
aemulus exceptum Triton, si credere dignum est,
inter saxa uirum spumosa immerserat unda.
ergo omnes magno circum clamore fremebant,
praecipue pius Aeneas. tum iussa Sibyllae,
haud mora, festinant flentes aramque sepulcri
congerere arboribus caeloque educere certant.
itur in antiquam siluam, stabula alta ferarum;
procumbunt piceae, sonat icta securibus ilex
fraxineaeque trabes cuneis et fissile robur
scinditur, aduoluunt ingentis montibus ornos.

Aeneas schreitet mit gesenktem Blick einher und läßt die Höhle zurück, und erwägt die dunklen Ausgänge bei sich.

Der treue Achates geht als sein Begleiter mit und folgt ihm mit den gleichen Sorgen. Sie hielten viele Wechselgespräche untereinander, welchen toten Gefährten die Seherin meine und welcher Körper begraben werden müsse. Und jene sehen, als sie angekommen sind, unwürdig dahingerafft, an der trockenen Küste Misenus, den Sohn des Aeolus, den kein anderer übertrifft mit der Trompete die Männer anzustacheln und der mit seinem Gesang den Mars entfacht.

Dieser war ein Begleiter des großen Hektors gewesen, zusammen mit Hektor zog er sowohl mit dem Signalhorn als auch der Lanze gekennzeichnet in den Kampf.

Nachdem der Sieger Achilles jenem das Leben raubte, schloss der tapferste Held sich als Gefährte dem Dardaner Aeneas an, nicht geringer folgend.

Aber dann, als er kräftig über die Meeresoberfläche mit einer hohlen Muschel tönt, das Törichte, und durch seinen Gesang die Göttlichen zum Wettstreit aufruft, hatte der eifersüchtige Triton den ergriffenen Mann, wenn es würdig ist zu glauben, mit einer aufschäumenden Welle zwischen Steinen versenkt.

Daher klagten alle mit lautem Geschrei, besonders der fromme Aeneas. Dann beeilten sie, die weinten, sich, sofort die Befehle der Sibylle auszuführen, und errichteten einen Scheiterhaufen aus Bäumen und wetteiferten darum, ihn zum Himmel hinauf zu führen.

Man geht in einen alten Wald, das hohe Lager der wilden Tiere; Die Kiefern neigen sich nach vorne, die Steineiche, die von Beilen getroffen wurde, tönt und die Baumstämme der Esche und die spaltbare Eiche zerspaltet man mit Keilen, sie wälzen die gewaltigen Bergeschen vom Berg herab.

Autor: DP