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Aeneis - Buch 04, 259-276

Sobald er mit den Flügelschuhen die Nomadenhütten berührte, bemerkte er Aeneas der den Grund zu Bollwerken legte und neue Häuser baute. Und ihm gehörte jene dunkelgelb funkelnde Jaspis Schwerter, ein Mantel, der von seinen Schultern herabfiel von brennendem tyrischem Purpur, den die reiche Dido als Geschenk gemacht und das Gewebe mit Goldfällen durchwirkt hatte. Sofort geht er auf ihn los: Und du legst nun ein Fundament der hohen Karthago und errichtest als Sklave der Frau (Dido) die schöne Stadt. Oh weh, du hast das Königreich und deine Aufgaben vergessen! Der König der Götter schickt mich dir vom hellen Olympo herab, der die Erde mit göttlicher Macht wendet, er selbst befiehlt diese Aufträge durch schnelle Lüfte zu tragen: Oder mit welcher Hoffnung vergeudest du die Zeit in Lybien? Dann nimm Rücksicht auf den heranwachsenden Ascanius (Sohn von Aeneas) und die Hoffnung des Iulischen Erbes. Es wird dem die Herrschaft über Italien und die römische Erde geschuldet.

Autor: Buket Ceyhan