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Aeneis - Buch 04, 035-049

(35) Es sei so; einst beugte die Trauernde keine Freier: nicht in Lybien, nicht vorher aus Tyro; der König der Gaetularen und ein anderer Führer verachten dich, die das Land Afrika reich an Triumphzügen nähren: willst du auch einer dankbaren Liebe widerstehen? Kam es ihm in den Verstand, auf wessen Land du dich niedergelassen hast?
(40) Auf der einen Seite die Städte der Gaetuler, ein im Krieg unüberwindbares Volk, auch die Numider die ohne Zügel reiten und die ungastliche Syrte umgeben dich; auf der anderen Seite eine aus Wassermangel verlassene Gegend und die weiterhin rasenden Barcaer. Was soll ich die Kriege erwähnen, die aus Tyros entstehen und die Drohungen des Bruders?
(45) Ich allerdings vermute, dass die trojanischen Schiffe unter der Führung der Götter und durch die Zustimmung der Juno mit Wind hierher ihren Kurs hielten. Zu welcher Größe wirst du diese Stadt durch solch eine Ehe emporwachsen sehen, zu welcher Größe das Königreich! Wenn die Waffen der Teukrer ihn begleiten, zu welcher Größe wird sich der Ruhm der Punier erheben!

Autor: rockbar