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Bellum Catilinae - Kap. 60

Aber sobald alle diese Dinge geprüft worden waren, gab Petreius mit der Trompete das Signal; den Kohorten wurde aufgetragen, allmählich einher zu schreiten. Dasselbe tat das Heer der Feinde. Nachdem man soweit gekommen war, dass man hinsichtlich der Wurfgeschütze den Kampf beginnen konnte, stießen sie unter größtem Geschrei und mit den Feldzeichen in der Hand zusammen; sie warfen die Wurfspieße weg und kämpften mit den Schwertern. Die Veteranen – ihrer früheren Tapferkeit eingedenk – drängten mit dem Schwert in der Hand hart heran, jene (aber) leisteten, keineswegs ängstlich, Widerstand: es wurde heftig gekämpft. Catilina hielt sich unterdessen mit den Kampfkräftigen in der ersten Reihe auf, kam denen zu Hilfe, die Mühe hatten, holte für die Verletzten Unverwundete herbei, kümmerte sich um alles, kämpfte selbst viel und häufig schlug er einen Feind nieder: Er erfüllte zugleich die Pflichten eines eifrigen Soldaten und eines guten Feldherrn. Als Petreius sah, dass Catilina – anders als er geglaubt hatte – sich unter großem Krafteinsatz abmühte, führte der die Prätorianerkohorte mitten in die Feinde hinein, verwirrte sie und tötete hier und dort, wer noch Widerstand leistete. Daraufhin griff er die Übrigen auf beiden Seiten von der Flanke her an. Manlius und der Faesulaner fielen als erste im Kampf. Nachdem er gesehen hatte, dass sich die Truppen zerstreut hatten und (nur noch) er mit wenigen (anderen) übrig geblieben war, eilte Catilina – eingedenk seines (vornehmen) Geschlechtes und seiner früheren Würde in die dichtesten Massen der Feinde hinein und wurde dort im Kampfe (von einer Waffe) durchbohrt.

Autor: CVR