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Bellum Catilinae - Kap. 39

Aber nachdem Gnaeus Pompeius für den Seekrieg und den mithridatischen Krieg entsandt worden war – die Macht des Volkes war unvermindert – ist die Macht von wenigen gewachsen. Diese Beamten hatten Provinzen und alles Mögliche andere in ihrer Hand; selbst unangefochten und in hohem Ansehen stehend, lenkten sie das Zeitalter und schreckten die Übrigen durch Urteilssprüche, damit sie das Volk in ihrem Amt ruhiger führen konnten. Aber sofort, wenn sich durch zweifelhafte Umstände die Hoffnung auf Neuerung zeigte, erfasste das alte Lied ihre Gemüter. Denn, wenn in der ersten Schlacht Catilina als Sieger oder mit gleich starker Hand von dannen gezogen wäre, hätte auf alle Fälle ein unermesslich großer Schaden den Staat bedrängt, und auch jenen, die den Sieg erlangt hätten, wäre es nicht länger erlaubt gewesen, diesen zu nutzen, ohne dass, wer mehr vermocht hätte, denen, die müde und erschöpft gewesen wären, das Reich und die Freiheit entrissen hätten. Es hat dennoch auch außerhalb der Verschwörung mehrere gegeben, wenngleich sie am Anfang zu Catilina gegangen waren. Unter diesen war Fulvius, ein Senatorensohn, der vom Wege zurückgehalten wurde und von dem der Vater befahl, dass er getötet werden solle.

Autor: CVR