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Bellum Catilinae - Kap. 34

Dazu gab Quintus Marcus als Antwort: Wenn sie etwas vom Senat erbitten wollten, sollten sie sich von ihren Waffen trennen und um Hilfe nach Rom aufbrechen: aufgrund seiner Gewohnheit und Barmherzigkeit sei der Senat des römischen Volkes immer so gewesen, dass nie jemand vergeblich bei ihm um Hilfe nachgesucht hätte. Catilina jedoch sandte von seinem Weg aus an die meisten Konsularen, sowie an gerade die Besten, Briefe: Er sei von falschen Vorwürfen bedrängt worden und da er der Heimtücke seine Feinde nicht widerstehen konnte, gebe er dem Schicksal nach und breche nach Massilia ins Exil auf – nicht weil er für sich eines so großen Verbrechens Mitwisser gewesen wäre, sondern damit der Staat ruhig sei und sich nicht aus seinem Streit ein Aufruhr erhebe. Einen von diesem völlig verschiedenen Brief hat Quintus Catulus im Senat vorgelesen, von dem er sagte, er sei für ihn im Namen Catilinas abgegeben worden. Ein Auszug davon ist hier wiedergegeben.

Autor: CVR