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Bellum Catilinae - Kap. 31, 01-03

Panikartige Stimmung in Rom

Durch diese Dinge war die Bürgerschaft (innerlich) bewegt und das Gesicht der Stadt verändert worden. Aus höchster Fröhlichkeit und Ausgelassenheit, die(Objekt) eine langandauernde Ruhe hervorgebracht hatte, schlich sich langsam überall Traurigkeit ein: Sie rannten in fieberhafter Eile hin und her, trauten weder einem Ort noch irgendeinem Menschen genug, weder führten sie Krieg noch hatten sie Frieden, jeder maß die Gefahr an seiner eigenen Angst. Die Frauen, die durch die Größe des Staates ungewohnte Angst befallen hatte, fassten sich an die Brust, erhoben bittflehend die Hände zum Himmel, bemitleideten ihre kleinen Kinder, erkundigten sich nach allem ängstigten sich bei jedem Gerücht, hamsterten alles, nachdem sie Hochmut und Ausgewähltheit vergessen hatten, misstrauten sich selbst und dem Vaterland.

Autor: Muina