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Bellum Catilinae - Kap. 26

Nachdem er diese Dinge vorbereitet hatte, erstrebte Catilina nichtsdestotrotz für das folgende Jahr das Konulat, wobei er hoffte, dass er, wenn er designiert würde, an Antonius leicht ein gefügiges Werkzeug haben werde. Unterdessen blieb er nicht untätig, sondern bereitete dem Cicero auf alle Arten Hinterhalte. Es mangelte diesem jedoch nicht an Listigkeiten, um sich zu hüten. Denn vom Beginn seines Konsulates an hatte er, indem er vieles versprach, durch Fulvia bewirkt, dass Quintus Curius, von dem ich vorher ein wenig berichtet habe, ihm die Pläne des Catilina verriet; daher hatte er seinen Kollegen Antonius durch die Überlassung einer Provinz dazu gebracht, dass er nichts gegen den Staat empfand; in seiner Umgebung hielt er sich heimlich als Leibwächter Freunde und Klienten. Nachdem der Tag der Komitien gekommen war und für Catilina weder der Angriff noch die Hinterhalte, die er den Konsuln auf dem Campus bereitet hatte, nach Wunsch Erfolg gehabt hatten, beschloss er Krieg zu führen und das Äußerste auf sich zu nehmen, da, was er heimlich in Angriff genommen hatte, ziemlich schlecht in Erfüllung gegangen war.

Autor: CVR