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Bellum Catilinae - Kap. 21


Nachdem dies aber die Menschen gehört hatten, welche Not und Elend aller Art im Überfluss hatten, aber weder jetzt, noch in Zukunft etwas Gutes; jedoch obwohl es für jene (schon) als großer Gewinn gesehen wurde, den Frieden zu stören, forderten dennoch die meisten, er solle darlegen, was die Kriegssituation sei, welchen Gewinn sie mit Waffen machen könnten und was sie allenthalb an Hilfe oder Hoffnung hätten. Darauf versprach Catilina eine Schuldentilgung (neue Schuldenbücher), Ächtung der Reichen, Amtsposten, Priesterämter, Beute und alles andere, was der Krieg und die Gier der Sieger mit sich bringt; Außerdem befanden sich im diesseitigen(nahegelegenen) Spanien Piso und in Mauretanien mit seinem Heer Publius Sttius Nucerinus, die Mitwisser seines Plans waren;
Er erstrebte das Konsulat des Caius Antonius, den er sich als künftigen Kollegen erhoffte, dieser MAnn und seine Angehörigen wurden von allerlei Nöten bedrängt, mit diesem und sich selbst als Konsul würde er den Anfang seiner Tat machen.
Dazu beschimpfte er mit allerlei Beleidigungen alle guten Bürger, jeden einzelnen der seinen lobte er namentlich: Er erinnerte sie an ihre jeweiligen Interessen, an die endlosen Prozesse und Schanden, viele an den Sieg Sullas, welchen dieser (=der Krieg) Beute gemacht hatte. Nachdem er gesehen hatte, dass alle Anwesenden begeistert waren, forderte er sie auf, sich für seine Bewerbung einzusetzen und löste die Versammlung auf.

Autor: Asinus