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Bellum Iugurthinum - 02

Denn wie das Geschlecht der Menschen aus Körper und Seele zusammengelegt ist, so werden die ganzen Dinge und all unsere Bemühungen des Körpers durch die eine, das Wesen der Seele durch die andere abgespalten. Also vergehen hervorragendes Aussehen, große Reichtümer, dazu die Kraft des Körpers und alles andere derartige in kürzester Zeit; aber die hervorragenden Taten der Begabung sind wie die Seele unsterblich. Schließlich ist es der Anfang so wie das Ende der Güter des Körpers und des Schicksals, alle Geborenen sterben und alle Erwachsenen altern: der unverdorbene, unsterbliche Geist, der Lenker des Geschlechts der Menschen, führt und hält alles und er selbst wird nicht gehalten. Deswegen muss deren Krummheit umso mehr bewundert werden, die, hingegeben den Genüssen, in Überfluss und in Trägheit ihr Leben verbringen; die im Übrigen das Genie, obwohl es nichts besseres oder weiteres in der Natur der Sterblichen gibt, erkalten lassen, vor allem, weil die Künste des Geistes so viele und so verschieden sind, durch welche höchster Ruhm bereitet wird.

Autor: Nina