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Epistulae - Buch 09, 36

(1)Du fragst dich, auf welche Art und Weise ich meine Tage im Sommer in Etrurien einteile. Ich wache auf, wann es mir beliebt, meist ungefähr in der ersten Stunde, oft früher, seltener später. Ich denkem wenn irgendwas in Arbeit ist, denke ich Wort für Wort einem Schreibenden und Herausgebenden gleich, mal weniger, mal mehr, ob sie entweder schwer oder leicht zusammen gestellt werden können. Ich rufe den Sekretär und diktiere, was ich formuliert habe. (2) Sobald die vierte oder fünfte Stunde anbricht (nämlich nicht gewiss in der Zeit abgemessen) begebe ich mich je nachdem das Wetter es ratsam erscheinen lässt, auf meine offene Terasse oder in die Wandelhalle, überdenke das weitere und diskutiere. Ich besteige den Wagen. Dort mache ich auch das gleiche, spazierend oder liegend, die Spannung hält an durch die Abwechslung. (3) Ich schlafe noch einmal ein wenig, gehe wieder spazieren, bald lese ich eine lateinische oder griechische Rede und deutlich denn nicht wegen der Stimme sondern des Magens wegen, diese wird dennoch zum Teil gestärkt. Noch einmal gehe ich spazieren, salbe mich, trainiere, wasche mich. Beim Essen lasse ich mir aus einem Buch vorlesen, wenn meine Frau oder Freunde da sind. Nach dem Essen gibt es eine Komödie oder Lautenspiel

Autor: rusufula