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Mostellaria Szene 2.2 - Z 409-430


Tranio: Es ist leicht, jederzeit dem Menschen einen Streich zu spielen, dem kein Wagemut in der Brust ist – doch ja, jedem beliebigen Menschen, ob er sehr gut oder sehr schlecht ist. Aber dies muss man sehen, dies ist des gelehrten Mannes Tat, dass alles ruhig verläuft und ohne Übel, was angestiftet und auf durchtriebene Weise gemacht worden sei, dass er sich nicht irgendetwas einfängt, weswegen es Verdruss für ihn bereitet zu leben. Ebenso will ich bewirken, dass alles, was wir hier in Unordnung gebracht haben, sicherlich klar und ruhig ist und nicht irgendwas aus sich von Nachteil für uns hervorbringt. Aber warum kommst du heraus, Sphaerio?

Sphaerio: Schon, schon…

Tranio: Sehr gut, du hast den Befehlen sehr gut gehorcht.

Sphaerio: Er [Philolaches] hat mir eindringlichst befohlen dich mit größter Mühe zu bitten, damit du den Vater auf irgendeine Art abschreckst und er nicht zu ihm hinein geht.

Tranio: Ja, sogar dies sollst du jenem sagen: dass ich machen werde, dass er nicht einmal wagt das Haus anzuschauen – dass er verhüllten Hauptes mit höchster Furcht flieht. Gib den Schlüssel und geh hinein und verschließ den Eingang, und ich werde von hier verschließen. Lass ihn jetzt gleich kommen: heute will ich hier zu Lebzeiten des Alten in seiner Gegenwart Spiele veranstalten, von denen ich glaube, dass sie nach seinem Tode nicht sein werden. Ich will weggehen von der Tür hierher; von hier werde ich mich etwas weiter weg umsehen, von welchem Ausgangspunkt aus ich dem Alten bei seiner Ankunft ein Bündel aufpacken kann.

Autor: Delphia