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Mostellaria Szene 1.1 - Z 1-83

Grumio:  Komm doch gefälligst aus der Küche raus, du Strolch! Nur Unfug stellst du mit den Töpfen an. Komm her, Verderben deines Herrn, und mach dich aus dem Haus raus! Wenn du erst auf dem Lande bist dann will ich dich, so wahr ich lebe, gründlich schikanieren! Mach dich aus der Küche raus, du Nichtsnutz, was versteckst du dich?

Tranio: (erscheint in der Tür) Was machst du Blödmann hier vor unserem Haus für ein Geschrei? Du denkst wohl, dass du auf dem Lande bist? Scher dich von unserem Haus weg. Verzieh dich aufs Land, und zwar schnurstracks, und geh von unserer Tür weg! Hier! Da! (Grumio packt ihn am Arm) Du willst wohl das? (schlägt Grumio)

Grumio:  Au! Hilfe! Warum schlägst du mich?

Tranio:  Weil du noch lebst!

Grumio:  Ich muss es schlucken. Warte nur wenn unser Alter kommt! Lass ihn erst heil zurück sein! Weil er nicht zu Hause ist, frisst du ihn auf. 

Tranio: Das verstehe ich nicht, Bauernkerl, als ob man jemanden, der nicht da ist, fressen könnte.

Grumio: Du bist tatsächlich ein städtischer Gammler, ein Spielzeug der Menschen, du wirfst mir das Land vor? Ich glaube wohl, Tranio, du weißt, dass man dich gleich in die Mühle wirft. In aller Kürze wirst du die Zahl der Leute, die mit ihren Ketten klirren, auf dem Land vergrößern. Jetzt, da es dir gefällt und du es kannst, versauf, vergeude! Ruiniere nur den allerbesten Sohn deines Herrn; durchzecht die Tage und die Nächte, lebt auf griechische Art, kauft euch Mädchen, lasst sie frei und unterhaltet Parasiten, fresst drauf los! (höhnisch) Das hat der Alte dir wohl aufgetragen, als er in die Ferne zog? Auf diese Weise soll er hier sein Hab und Gut verwaltet finden? Glaubst du denn, es sei des guten Sklaven Pflicht, dass er des Herrn Hab und Gut vernichtet und den Sohn dazu? Ich halt ihn für verloren, da er solchem Lebenswandel sich ergibt! Ein junger Mensch, wie es in ganz Attika nicht einen zweiten gibt, der früher derart sparsam und enthaltsam aufgezogen wurde, dieser kriegt den Siegespreis - nun im Gegenteiligen. Das geschah durch deine „Tugendhaftigkeit“ und deine „Meisterschaft“.

Tranio:  Was geh denn ich dich Trottel an und was ich treibe? Hast wohl auf dem Land keine Ochsen zu versorgen? Nun, mir passt es halt zu saufen, lieben, huren. Dafür halte ich meinen Buckel hin, nicht deinen.

Grumio:  Was für ein freches Maul der hat! (lässt ein unfeines Geräusch hören)

Tranio: Du sollst dafür bei allen Göttern und bei Juppiter verrecken, pfui, du stinkst nach Knoblauch, du Rotzperson, du Bauernkerl, du Bock, du Schweinestall, du Ziegenhund!

Grumio:  Na und? Nicht jeder kann nach exotischen Salben duften, so wie du, bei Tisch am besten Platze ruhen und sich von Leckereien ernähren - auch wie du.behalte diese Turteltauben, Fische, Vögel nur für dich und lasse mir mein knoblauchfressendes Geschick. Du lebst im Glück, und ich bin ärmlich dran, man muss das eben schlucken. Doch - Mir sei mein Glück und dir dein jämmerliches Ende sicher.

Tranio:  Mir will doch scheinen, Grumio, als ob du auf mich neidisch wärst, dass es mir gut, dir dreckig geht; so passt es für uns beide ganz famos: Ich brauche den Liebesdienst und du den Ochsendienst, ich muss in Freuden leben, du im Elend.

Grumio:  Oh du Sieb der Henkersknechte, das du glaub ich, werden wirst. So wird man dich am Kreuzesbalken durch die Straßen prügeln, wenn der Alte erst nach Hause kommt.

Tranio: Wie willst du wissen, ob dies dir nicht viel früher passiert als mir?

Grumio: Weil ich das niemals je verdiente; du jedoch hast es verdient, und du verdienst es jetzt auch noch.

Tranio: (zeigt ihm die Faust) Nun gib dir Mühe, dein Geschwafel ein bisschen zu verkürzen, wenn du nicht erbärmlich durchgeprügelt werden willst.

Tranio:  Was geh denn ich dich Trottel an und was ich treibe? Hast wohl auf dem Land keine Ochsen zu versorgen? Nun, mir passt es halt zu saufen, lieben, huren. Dafür halte ich meinen Buckel hin, nicht deinen.

Grumio:  Was für ein freches Maul der hat! (lässt ein unfeines Geräusch hören)

Tranio: Du sollst dafür bei allen Göttern und bei Juppiter verrecken, pfui, du stinkst nach Knoblauch, du Rotzperson, du Bauernkerl, du Bock, du Schweinestall, du Ziegenhund!

Grumio:  Na und? Nicht jeder kann nach exotischen Salben duften, so wie du, bei Tisch am besten Platze ruhen und sich von Leckereien ernähren - auch wie du behalte diese Turteltauben, Fische, Vögel nur für dich und lasse mir mein knoblauchfressendes Geschick. Du lebst im Glück, und ich bin ärmlich dran, man muss das eben schlucken. Doch - Mir sei mein Glück und dir dein jämmerliches Ende sicher.

Tranio:  Mir will doch scheinen, Grumio, als ob du auf mich neidisch wärst, dass es mir gut, dir dreckig geht; so passt es für uns beide ganz famos: Ich brauche den Liebesdienst und du den Ochsendienst, ich muss in Freuden leben, du im Elend.

Grumio:  Oh du Sieb der Henkersknechte, das du glaub ich, werden wirst. So wird man dich am Kreuzesbalken durch die Straßen prügeln, wenn der Alte erst nach Hause kommt.

Tranio: Wie willst du wissen, ob dies dir nicht viel früher passiert als mir?

Grumio: Weil ich das niemals je verdiente; du jedoch hast es verdient, und du verdienst es jetzt auch noch.

Tranio: (zeigt ihm die Faust) Nun gib dir Mühe, dein Geschwafel ein bisschen zu verkürzen, wenn du nicht erbärmlich durchgeprügelt werden willst.

Grumio:  Gebt ihr mir nun Futtererbsen, die ich den Ochsen bringen kann? Her damit, wenn ihr sie nicht selber fresst! Mach nur weiter, immer weiter, wie ihr angefangen habt, und sauft verlottert, fresst und stopft euch voll und schlachtet das, was wir gemästet haben.

Tranio: Halt dein Maul und scher dich aufs Land. Ich will jetzt zum Piräus gehen und mir zum Abendessen einen Fisch holen. Deine Erbsen lass ich dir morgen von einem anderen auf das Land bringen. Mensch, was ist? Was glotzt du mich so an, du Strolch?

Grumio:  Ich glaube diesen Namen wirst du bald selber tragen.

Tranio:  Wenn es mir unterdessen gut geht, mach ich mir aus dem „bald“ nichts draus!

Grumio:  Schon gut. Doch dieses eine merke dir: Was du nicht wünschst, tritt viel, viel schneller ein als das, was du mit Leidenschaft ersehnst.

Tranio: Nun fall mir bloß nicht länger auf die Nerven, geh aufs Land und verzieh dich! Mensch, und halt mich künftig nicht mehr auf! (geht nach links ab)

Grumio: Ist der nun fort und schert sich nicht um meine Worte? Oh ihr Götter, ihr unsterblichen, ich flehe euch bei eurer Treue an: Oh dass doch unser alter Herr recht schnell nach Hause kommt, bevor noch alles, Haus und Land, verkommt. Drei Jahre ist er nun schon fort von hier. Wenn er nicht jetzt zurückkehrt, reicht der Rest nur noch für ein paar Monate. Jetzt geh ich besser aufs Land. Denn dort erblicke ich den Sohn des Herrn, der einst der beste Jüngling war. Jetzt ist er völlig verdorben. (geht nach links ab)

Autor: Raybez