Latein24.de

Fabulae - 1, 31 (Milvus et Columbae)

Milvus et Columbae - Der Weih und die Tauben

Lateinisches Original:
Qui se committit homini tutandum improbo,
auxilia dum requirit, exitium invenit.
Columbae saepe cum fugissent milvum,
et celeritate pinnae vitassent necem,
consilium raptor vertit ad fallaciam,
et genus inerme tali decepit dolo:
'Quare sollicitum potius aevum ducitis
quam regem me creatis icto foedere,
qui vos ab omni tutas praestem iniuria?'
Illae credentes tradunt sese milvo.
Qui regnum adeptus coepit vesci singulas,
et exercere imperium saevis unguibus.
Tunc de reliquis una 'Merito plectimur,
huic spiritum praedoni quae commisimus'.

Deutsche Übersetzung:
Wer sich einem schlechten Menschen zum Schützen anvertraut, der findet den Tod während er Hilfe sucht. Weil die Tauben oft vor dem Weih geflohen waren, und durch die Geschwindigkeit der Feder den Tod vermieden hatten, änderte der Räuber den Plan zu einem Trick und er täuschte das unbewaffnete Geschlecht mit solch einer List: „Weshalb führt ihr lieber ein besorgtes Leben, als mich durch ein geschlossenes Bündnis zum König zu wählen, der dafür sorgen könnte, dass ihr sicher seid, vor allem Unrecht.“ Weil jene ihm vertrauten, übergaben sie sich dem Weih. Nachdem dieser die Herrschaft übernommen hatte, fing er an, einzelne zu fressen, und die Herrschaft mit wildem Krallen auszuüben. Dann sage eine der Übrigen: „Zu Recht werden wir geschlagen, die wir diesem Räuber die Seele anvertraut haben.“

Autor: Irina