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Fabulae - 1, 06 (Ranae ad Solem)

Ranae ad Solem - Die Frösche zur Sonne (Sonnengott)

Lateinisches Original:
Vicini furis celebres vidit nuptias
Aesopus, et continuo narrare incipit -
Uxorem quondam Sol cum vellet ducere,
clamorem ranae sustulere ad sidera.
Convicio permotus quaerit Iuppiter
causam querellae. Quaedam tum stagni incola
'Nunc' inquit 'omnes unus exurit lacus,
cogitque miseras arida sede emori.
Quidnam futurum est si crearit liberos?'

Deutsche Übersetzung:
Aesop sah die feierliche Hochzeit eines benachbarten Diebes und sofort fing er an zu erzählen. Als die Sonne (Sol) sich einst eine Ehefrau nehmen sollte, erhoben die Frösche ihr Geschrei zum Himmel. Von dem Geschrei bewegt fragte Jupiter nach dem Grund für den Aufruhr. Da sagte ein gewisser Sumpfbewohner: „nun trocknet schon einer alleine alle Tümpel aus und zwingt die Armen im trockenen Wohnsitz auszusterben. Was denn wird sein, wenn er Kinder zeugt?“

Autor: Irina


Übersetzungsalternative:
Die Frösche beim Sonnengott (- oder: die Frösche an die Sonne):
Aesop sah die feierliche Hochzeit des diebischen Nachbarn, und sofort begann er zu erzählen: als Sol einst eine Frau heiraten wollte, trugen die Frösche ein Geschrei zu den Sternen. Durch das Geschrei (Gequake) beunruhigt, suchte Juppiter nach dem Grund der Beschwerde. Da sagte ein gewisser Bewohner des Teiches:" Nun trocknete einer alle Teiche aus, die trockene Heimat zwingt, dass wir Elende sterben. Was denn ist die Zukunft, wenn sie Kinder zeugt?"

Autor: diabolus sub lucifer (Forum)