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Cena Trimalchionis - Kapitel 43

Es war unangenehm, und PHILEROS rief: „Lasst uns der Lebenden gedenken! Jener hat das, was ihm geschuldet wurde: er hat ehrenhaft gelebt, und er ist ehrenhaft abgetreten. Was hat er, dass er sich beklagt? Er ist aus ganz kleinen Anfängen groß geworden und war bereit ein Viertelas mit den Zähnen aus dem Mist aufzuheben. Deshalb ist gewachsen, was auch immer er berührte, so wie eine Honigwabe. Beim Herkules, Ich glaube, dass jener gute Hunderttausend hinterlassen hat, und er hatte alles in bar. Dennoch möchte ich darüber die Wahrheit sagen, denn ich nehme kein Blatt vor den Mund. Er hatte eine scharfe Zunge, er war geschwätzig, voller Zwietracht und kein Mensch. Sein Bruder war ein ganzer Kerl, dem Freund ein Freund, mit einer freigiebigen Hand und ein großzügiger Gastgeber. Und am Anfang hatte er Pech, aber die erste Weinlese half jenem wieder auf die Beine: denn er verkaufte seinen Wein so teuer er wollte. Und die Erbschaft, aus der er mehr stahl als ihm zurückgelassen wurde, nahm er an, wodurch er nun erhobenen Hauptes geht. Und jener Klotz vermachte, während er seinen Bruder erzürnte, sein Erbe an irgendeinen Sohn der Erde. Wer seine eigenen Leute übergeht, der geht weit. Er hatte aber Orakelsklaven, die jenen zugrunde richteten. Aber einer, der schnell vetraut, wird es niemals richtig machen, vor allem ein Händler. Aber dennoch hat er sein Leben genossen, solange wie er lebte. Dem ist es gegeben, und nicht nur zugesagt worden. Er war eindeutig der Sohn von Fortuna. In seinen Händen wurde Blei zu Gold. Dort, wo alles gut geht, ist es leicht. Und wie viele Jahre glaubst du hat er mit sich genommen? 70 und mehr. Aber er war hart, er kam gut mit dem Alter zurecht, und war schwarz wie ein Rabe. Ich kannte den Kerl seit Urzeiten und er war immer noch geil. Beim Herkules, ich glaube nicht, dass jener einen Hund zu Hause gelassen hat. Ja er war sogar recht jugendlich, er war der Mensch jeder Minerva. Ich missbillige es nicht, er trug diese Grundlage nämlich mit sich.

Autor: gandalf