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Cena Trimalchionis - 75, 7-11; 76, 2-9; 77, 4-6 (Trimalchios Aufstieg)

"Lasst uns aber der Lebenden gedenken. Ich bitte euch Freunde, dass ihr es euch gut gehen lasst. Denn ich war so, wie ihr es seid, aber ich bin mit meiner Tüchtigkeit dorthin gelangt. Der Verstand ist das, was die Menschen ausmacht, das übrige sind alles Nichtigkeiten. Ich kaufe gut, und ich verkaufe gut; ein anderer soll euch das übrige sagen. Ich platze vor Glück. Aber du, Schnarcherin, weinst du etwa noch immer? Ich werde schon dafür sorgen, dass du dein Schicksal beweinst. Aber wie ich bereits angefangen zu erzählen, zu diesem Glück hat mich meine Sparsamkeit geführt. Als ich aus Asien kam, war ich so wichtig wie dieser Leuchter…. Dennoch war ich 14 Jahre und zählte zu den Lieblingen meines Herren. Es war nicht schändlich, was der mein Herr befahl. Doch auch für seine Gemahlin machte ich genug. Ihr wisst, was ich meine: ich schweige, weil ich mich nicht rühmen will…

Was soll ich vieles erzählen? Er machte mich dem Caesar zum Miterben, und ich habe ein senatorisches Erbe bekommen. Dennoch ist niemandem nichts genug. Ich wollte Handel treiben. Damit ich euch nicht mit vielen Worten aufhalte, ich habe fünf Schiffe gebaut, ich habe sie mit Wein beladen – und damals war er sein Gewicht in Gold wert – und ich habe sie nach Rom geschickt. Man hätte glauben können, dass ich das befohlen hatte: alle Schiffe erlitten Schiffbruch, das ist eine Tatsache und keine Geschichte. An einem einzigen Tag verschlang Neptun 30 Millionen Sesterzen. Glaubt ihr, dass ich aufgegeben habe? Beim Herkules, es machte mir nichts aus, dass diese in Trümmer liegen werden, so wie wenn nichts gewesen wäre. Ich habe neue, größere und bessere und glücklichere Schiffe gebaut, damit mich ein jeder einen mutigen Mann nannte. Ihr wisst, ein großes Schiff hat eine große Leistungsfähigkeit. Ich habe sie wieder mit Wein, Pökelfleisch, Bohnen, Parfüm und Sklaven beladen. In dieser Lage vollbrachte Fortunata eine großmütige Tat; sie hat nämlich ihr ganzes Gold und alle ihre Kleidung verkauft und hat mir hundert Goldstücke in die Hand gegeben. Das war der Gärstoff meines Vermögens. Es geschah schnell das, was die Götter wollten. Auf einer Fahrt machte ich 10 Millionen Sesterzen gut. Sofort habe ich alle Gründstücke zurückgekauft, die meinem Patron gehörten. Ich habe ein Haus gebaut, und ich habe Sklaven und Zugtiere gekauft; was immer ich berührte, wuchs so wie eine Honigwabe. Nachdem ich langsam mehr hatte als mein ganzes Vaterland hat, hörte ich auf: ich entledigte mich des Handels und fing an den Freigelassen Geld gegen Zins auszuleihen […]

Während mich unterdessen Merkur beschützt, habe ich dieses Haus gebaut […] Es hat vier Speisezimmer, 20 Schlafzimmer, zwei mit Marmor verkleidete Säulenhallen, und im oberen Stockwerk gibt es noch eine Reihe von Kammern, ein Schlafzimmer, in dem ich selbst schlafe, die Höhle dieser Schlange und die sehr schöne Kammer des Türhüters; es fasst Gäs-tezimmer für 100 Besucher…. Und es gibt noch viel anderes, das ich euch sofort zeigen will. Glaubt mir: hast du ein As, bist du ein As wert; hast du was, so bist du was."[…]

Autor: gandalf

Alternative von cari:
„Lasst uns der Lebenden gedenken. Ich bitte euch, Freunde, dass ihr es euch gut gehen lasst. Denn ich war auch so, wie ihr seid, aber durch meine Tüchtigkeit gelang ich zu diesem. Der Verstand ist es, was die Menschen macht, das übrige alles Nichtigkeiten. Ich kaufe gut, ich verkaufe gut; ein anderer wird euch anderes sagen. Ich platze vor Glück. Tu aber, Schnarcherin, noch immer weinst du? Ich werde schon dafür sorgen, dass du dein Los beweinst. Aber, wie ich begonnen hatte zu sagen, zu diesem Vermögen brachte mich meine Sparsamkeit. So groß kam ich aus Asien, wie dieser Leuchter ist. ... Dennoch diente ich zum Vergnügen als Frau des Herren selbst 14 Jahre. Aber es ist nicht schändlich, was/ weil es der Herr befiehlt. Dennoch machte ich auch der Herrin selbst genug. Ihr wisst, was ich sagen will: ich schweige, weil ich nicht zu den Prahlern gehöre. ... (76,2 – 76,9) Was soll ich vieles sagen? Er machte mich dem Caesar zu einem Miterben und ich empfing ein senatorisches Erbe. Niemandem ist nichts genug. Ich begehrte lebhaft Handel zu treiben. Um euch nicht durch viele Worte aufzuhalten, ich habe 5 Schiffe gebaut, Wein geladen –auch damals war er sein Gewicht in Gold wert- und schickte ihn nach Rom. Du könntest glauben, dass ich dies befohlen habe: alle schiffe erlitten Schiffbruch, Tatsache, keine Geschichte. An einem Tag verschlang Neptun 30 Millionen Sesterzen. Ihr glaubt ich habe aufgegeben? Beim Herkules, es machte mir dieser Verlust nichts aus, so wie nichts einer Tatsache. Ich habe andere gemacht, Größere, Bessere und Glücklichere, sodass niemand mich nicht einen starken Mann nannte. Ihr wisst, ein großes Schiff hat eine große stärke. Ich lud wieder Wein, Pökelfleisch, Bohne, Parfüm, Sklaven. An dieser Stelle machte Fortunata eine liebevolle Sache; denn all ihr Gold, alle Kleidung verkaufte sie und legte mir100 Goldstücke in die Hand. Dies war der Gärstoff meines Vermögens. Schnell geschieht, was die Götter wollen. Mit einer Fahrt machte ich 10 Millionen Sesterzen. Sofort habe ich meine Grundstücke frei gekauft, die meinem Patron gehört hatten. Ich baue ein Haus, kaufe Sklaven, Lasttiere; was auch immer ich berührte, wuchs wie eine Honigwabe. Nachdem ich begann mehr zu haben als meine ganze Heimat hat, hörte ich auf: ich entfernte mich vom Handelsgeschäft und begann Sklaven gegen Zins auszuleihen. ... (77,4 – 77,6) Während inzwischen Merkur über mich wachte, habe ich dieses Haus gebaut. ... Es hat 4 Speisezimmer, 20 Schlafzimmer, 2 marmorverkleidete Hallen, oben eine Reihe von Kammern, ein Schlafzimmer, in dem ich selbst schlafe, die Höhle dieser Viper, die sehr gute Kammer des Türhüters; der Gästetrakt erfasst die Gäste. ... Auch gibt es vieles, was ich euch sofort zeigen will. Glaubt mir: hast du ein Ass, bist du ein Ass wert; hast du was, wirst du für etwas gehalten.“ ...