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Cena Trimalchionis - 47.1 - 47.7

Derartige Geschichten waren voll im Gange, als Trimalchio eintrat und sich die Hände wusch, nachdem er sich die Salbe von der Stirn abgewischt hatte und nachdem eine kurze Zeit verstrichen war: „Entschuldigt mich Freunde“, sagte er, „aber mein Magen ist schon seit vielen Tagen nicht in Ordnung. Und die Ärzte kennen sich auch nicht aus. Granatapfelschalen und Kienholz eingelegt in Essig helfen mir dennoch. Ich hoffe dennoch, dass sich das alte Schamgefühl wieder einstellt. Überhaupt grollt es in der Nähe meines Magens, man könnte es für einen Stier halten. Wenn daher irgendjemand seinen Drang nachgeben will, muss er sich dafür nicht schämen. Niemand von uns wird ohne Öffnung geboren. Ich glaube es gibt keine so große Folter wie es zurückzuhalten. Nicht einmal Jupiter kann das allein verbieten. Du lachst, Fortunata, die du es gewohnt bist mich nachts schlaflos zu machen? Und ich werde im Speisezimmer dennoch nichts verbieten lassen, was erfreut. Und die Ärzte verbieten es, es zurückzuhalten. Oder wenn noch irgendetwas anderes kommt, es wurde draußen alles vorbereitet: Wasser, Nachttöpfe und die übrigen Kleinigkeiten. Glaubt mir, wenn eine Blähung ins Gehirn geht, und im ganzen Körper eine Welle verursacht. Ich weiß, dass viele so zugrunde gehen, wäh-rend sie zu sich selbst nicht die Wahrheit sagen wollen.“ Wir dankten seiner Großzügigkeit und gleich darauf erstickten wir das Gelächter mit zahlreichen kleinen Getränken.[...]

Autor: Pseudoirrealis