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Cena Trimalchionis - 38, 1-16

Und es ist nicht, wie du glaubst, dass jener irgendetwas kauft. Alles wurde zu Hause erzeugt: Wolle, Zedern, Pfeffer. Wenn du nach Hühnermilch fragen wirst, wirst du sie bekommen. Kurz und gut, jenem ist zu wenig gut Wolle erzeugt worden: er hat Böcke von Tarento gekauft und diese der Herde zur Zeugung zugeführt. Damit attischer Honig daheim erzeugt wurde, hat er befohlen, Bienen von Athen herzubringen; und dazu werden die, die einheimisch sind, von den Griechlein ein bisschen besser gemacht werden. Siehe da, was er während dieser Tage geschrieben hat, damit jenem aus Indien Champignonsamen geschickt werden. Denn freilich hat er keine Mauleselin, die nicht von einem Wildesel geboren worden ist. Du siehst so viele Polster: jedes hat entweder eine purpurne oder eine scharlachrote Füllung. So groß ist die Glückseligkeit des Herzens. Hüte dich davor, dass du dessen übrige Mitfreigelassene unterschätzt! Sie sind sehr reich. Du siehst jenen, der sich auf den niedrigsten Boden niederlegt: heute besitzt er seine achthunderttausend Sesterzen. Er ist aus nichts gewachsen. Eben noch war er es gewohnt, auf seinem Nacken Hölzer zu tragen. Aber wie sie sagen – ich weiß nichts, sondern habe gehört, dass, als er die Filzkappe des Schatzgeistes geraubt hatte, hat er einen Schatz gefunden. Ich beneide Niemanden, wenn Gott irgendetwas gegeben hat. Es ist dennoch ein Protz und er lässt es sich nicht schlecht gehen. Deshalb hat er in der Nachbarschaft ein Haus zum Verkauf angeboten: Gaius Pompeius Diogenes vermietet ab ersten Juli ein Stockwerk, er hat nämlich selbst ein Haus gekauft. Außerdem jener, der auf dem Platz des Freigelassenen liegt, wie gut es ihm gegangen ist! Ich mache jenem keine Vorwürfe. Er hat seine zehntausend Sesterzen gesehen, aber er hat finanziell schlimm gewackelt. Ich glaube nicht, dass jener von Schulden noch° Haare besitzt, bei Herkules, nicht durch seine Schuld; der Mensch selbst ist nicht besser. Aber die verdammten Freigelassenen, die sich alles unter den Nage reißen. Du sollst jedoch wissen, der Topf der Gehilfen kocht schlecht und wo sich die die Sache einmal zum Schlimmen geneigt hat, werden die Freunde ab durch die Mitte fliehen. Und er hat dieses ehrenwerte Handelsgeschäft betrieben, so wie du jenen siehst. Er ist Begräbnisunternehmer gewesen. Er war es gewohnt, zu speisen, wie ein König: Wildschweine im Schlafrock, Backwaren, Vögel, Köche und Bäcker hatte er. Unter dem Tisch wurde mehr Wein ausgegossen, als irgendwer in seiner Kammer hat. Traumbild, nicht Mensch! Als er fürchtete, dass, nachdem sich seine Angelegenheiten zum Schlimmen geneigt hatten, die Geldgebet meinten, dass er pleite geht, hat er mit folgender Inschrift eine Versteigerung öffentlich bekannt gemacht : Gaius Julius Proculus wird eine Versteigerung der überflüssigen Gegenständen machen.“

Autor: yua_chi