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Metamorphosen - 01, 452-465 (Apoll und Daphne)

Lateinisches Original:
Primus amor Phoebi Daphne Peneia, quem non
fors ignara dedit, sed saeva Cupidinis ira,
Delius hunc nuper, victa serpente superbus,
viderat adducto flectentem cornua nervo
'quid' que 'tibi, lascive puer, cum fortibus armis?'
dixerat: 'ista decent umeros gestamina nostros,
qui dare certa ferae, dare vulnera possumus hosti,
qui modo pestifero tot iugera ventre prementem
stravimus innumeris tumidum Pythona sagittis.
tu face nescio quos esto contentus amores
inritare tua, nec laudes adsere nostras!'
filius huic Veneris 'figat tuus omnia, Phoebe,
te meus arcus' ait; 'quantoque animalia cedunt
cuncta deo, tanto minor est tua gloria nostra.'

Übersetzung:
Die erste Liebe des Apoll (Phöbus=Apoll) war die peneische Daphne, die nicht der blinde Zufall gab, sondern der wütende Zorn Cupidos. Der Delier hatte diesen neulich gesehen, stolz nachdem die Schlange (Phytondrache) besiegt worden wa, der den Bogen durch Anspannen der Sehne krümmte und hatte gesagt: "Was willst du, mutwilliger Junge, mit den starken Waffen? Diese Waffe schmückt meine Schultern, der ich dem Wild und dem Feind sichere Wunden zufügen kann, der ich soeben den giftgedunsenen Phytondrachen, der mit seinem Verderben bringenden Leib so viele Morgen bedeckte, mit zahlreichen Pfeilen überwältigte." Du sollst zufrieden sein mit deiner Fackel was weiß ich wie viele Liebschaften anzureizen und beanspruche nicht meinen Ruhm. Diesem antwortet der Sohn der Venus: „Dein Bogen möge alle treffen, Apoll, mein Bogen (möge) dich (treffen) und um wie viel alle Lebewesen vor den Göttern weichen, soviel ist dein Ruhm kleiner als meiner.

Autor: Florian