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Metamorphosen - 01, 001-020 (Chaos)


Der Geist treibt den Dichter zu sagen, dass die Formen sich zu neuen Körpern verändert haben; Götter, haucht meinen Anfängen Leben ein, denn ihr habt auch jene Formen verändert und vom ersten Ursprung der Welt bis zu meiner Zeit führt ein fortlaufendes Gedicht herab! Vor der Entstehung des Meeres und der Erde und dem Himmel, welcher alles bedeckt, war nur ein Aussehen der Natur auf der ganzen Welt , man hat dies „Chaos“ genannt: eine rohe und ungeordnete Masse und überhaupt nichts außer träger schwerer Masse und zusammengedrängt auf ein und dieselbe Stelle Samen von nicht von einander geschiedenen in Streit liegenden Elementen (Dingen). Kein Titan (keine Sonne)gewährte der Welt Licht Die Hörner des Mondes/Mondsichels ließen nicht immer wieder von neuem zunehmen (crescens nicht gefunden), und Phoebus erneuerte bis dahin noch nicht durch sein Wachsen (crescere – wachsen) die neue Sichel (cornua: Pl ? zwei Hörner ergeben die Sichel) die Erde schwebte nicht im sie umgebenden Aether, ausgewogen durch ihre eigenen Schwerkraft, (der Meeresarm) Amphitrite hatte noch nicht am weiten/langen Rand der Erde die Arme ausgestreckt (gewesen); Und wie die Erde auch dort war und Wasser und Luft, so war es (aber es war) eine unbetretbare Erde, kein flüssiges Wasser und eine lichtarme/-lose Luft; keines der vier Elemente blieb eine eigene Form und das eine war dem anderen hinderlich, denn in einem Körper stritten sich das Kalte mit dem Warmen/Heißen, das Feuchte/Nasse mit dem Trockenen, das Weiche/Elastische mit dem Harten/Steifen, das Schwerelose mit dem Schweren/, was Schwere hat.

Autor: Eugenia