Latein24.de

Amores - 3, 11a

Viel und lange habe ich ertragen; Die Geduld ist durch Laster besiegt worden.
Weiche aus meiner müden Brust, scheußlicher Amor!
Natürlich habe ich mich schon befreit und bin den Ketten entronnen,
und es schämt getragen zu haben, was mich damals nicht schämte zu tragen.
Wir haben gesiegt und den bezähmten Amor treten wir mit den Füßen;
Spät kamen die Hörner meinem Kopfe.
Dulde es und erhärte dich ! Dieser Schmerz wird dir noch mal nützen;
Oft hat bitterer Saft Hilfe den Müden gebracht.
Habe ich also ausgehalten, oft von den Toren zurückgewiesen,
den schwachen Körper auf den harten Boden zu betten?
Habe ich also für ich weiß nicht wen du umarmt hieltest
Wache gehalten vor den verschlossenen Toren wie ein Sklave?
Ich habe, als der Liebhaber müde hervorkam, die schwache, berichtende und die Seite gesehen, die belohnt wurde.
Dies ist trotzdem leichte, als dass ich von jenem gesehen worden wäre –
Möge jene Schmach unseren Feinden passieren!
Wann hing ich nicht geduldig der Seite festgeheftet,
selbst dein Wächter, selbst der Mann, selbst der Begleiter?
Natürlich gefielst du auch dem Volk durch mich begleitet zu sein;
Meine Liebe war für viele Liebesursache.
Was soll ich von grässlichen Lügen der gehaltlosen Zunge und von
zu meinem Schaden meineidig beschworenen Göttern berichten?
Was die verschwiegenen Nickbewegungen der Jünglinge während der Gastmähler
Und Worte, durch zusammengesetzte Zeichen vorgetäuscht?
Die genannte war mir krank – kopfüber und wahnsinnig bin ich geeilt;
Ich kam an, und meinem Nebenbuhler war sie nicht krank!
Durch diese oft zu ertragenden Dinge und die, die ich verschweige, bin ich hart geworden;
Such einen anderen an meiner statt, der diese Dinge erleiden kann.
Schon hört mein Schiff mit einem gepriesenen Kranz umwunden gleichmütig
die anschwellenden Wassermassen des Meeres.
Hör auf Schmeicheleien und Worte zu verlieren, mächtige einst,
Jetzt bin ich nicht so dumm, wie ich vorher gewesen bin!

Autor: jauchi