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Ars Amatoria - 3, 169-204


Was könnte ich von Kleidung erzählen?
Weder euch Goldbesätze suche ich auf,noch dich Wolle, die du durch die tyrische Purpurschnecke rot bist.
Wenn so viele Farben mit billigerem Preis herausgekommen sind,welcher Wahnsinn ist es sein Vermögen am Körper zu tragen?
...
Wieviele Blumen die neue Erde hervorbringt,wenn im warmen Frühling der Weinstock seine Knospen hervorbringt und der dunkle Winter flieht,soviel oder mehr Farbe trinkt die Wolle;
wähle gescheite Farben)!
Denn nicht jede wird passend für alle sein.
...
Fast hätte ich gemahnt,dass der beißende Geruch nicht in die Achseln geht und dass deine Beine nicht rau sind vor harten Haaren!
Aber ich spreche nicht zu Mädchen des Kaukasusgebirge und nicht zu denen,die von deinen Gewässern trinken,mysischer Kaikus.
Was soll man sagen,wenn ich lehren würde,dass Trägheit die Zähne braun werden lässt,
und dass morgens der offen stehende Mund mit Wasser ausgespült wird.
Ihr wisst auch weiße Farbe zu erwerben,indem ihr Kreide auftragt.
Dieses Mädchen,das nicht durch wahres Blut rot ist,ist rot durch Kunst.
Durch Kunst füllt ihr die nackten Umgebungen um die Augenbrauen
und das kleine Schönheitspflästerchen kleidet ihre reinen Wangen.
Es ist keine Schande seine Augen mit feiner Asche zu schminken,oder mit Safran,der bei dir heller Zydnus wächst.

Autor: Levana