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Amores - 1, 15


Was wirfst du mir, nagender Neid, träge Jahre vor, und nennst das Lied ein Werk ungeschickter Begabung;
Das ich nicht nach Sitte der Väter, solange das strebsame Alter besteht, den staubigen Preisen des Kriegsdienstes folge, noch die worteichen Gesetze
auswendig lerne, noch dass ich auf dem undankbaren Forum meine Stimme öffentlich preisgegeben habe?
Das Werk, das du suchst, ist sterblich. Von mir wird ein unendlicher Ruhm gesucht, damit ich auf dem ganzen Erdkreis besungen werde.
Es wird Maeonides leben, solange Tenedos und das Idagebirge stehen wird, solange die schnellen Fluten des Simo ins Meer strömen werden; Ascraeus wird leben,
solange die frische Beere anschwellen wird, solange Ceres (Getreide) von der krummen Sichel abgeschnitten fallen wird.
Der Battiade wird immer auf der ganzen Erde gesungen;
Wenn ihm auch das Talent nicht kräftig ist, so ist er stark im Handwerk.
Keine Einbuße wird durch den sophokleischen Kothurn kommen;
Zusammen mit der Sonne und Mond wird Arat immer bestehen.
Solange der trügerische Sklave, solange der harte Vater, solange schändliche Buhlerin und die schmeichelnde Dirne leben werden, wird auch Menander sein;
Ennius die Kunst ermangelnd Accius mit dem lebhaften Mund haben zu keiner Zeit einen Namen, der im Begriff ist, unterzugehen.
Welches Zeitalter wird nicht Varro und das erste Schiff kennen, das goldene Fell, erstrebt für den Aesonischen Führer?
Dann sind die Lieder des erhabenen Lucretius im Begriff, unterzugehen, wenn der eine Tag die Länder dem Untergang geben wird.
Tityrus und die Saatfelder und die aeneischen Waffen werden gelesen werden, solange Rom die Hauptstadt der eroberten Welt sein wird;
Solange wird Feuer und Bogen als Waffen des Cupido bestehen, wie deine Verse zukünftig gelernt werden, gebildeter Tibull.
Gallus bekannt im Westen, Gallus im Osten, und mit dem Gallus wird auch seine Lycoris bekannt sein.
Also, auch wenn die Steine, die Zähne des geduldigen Pfluges zugrunde gehen, die Lieder blieben vom Tode frei.
Den Lieder mögen Könige und die Triumphe der Könige weichen, es mag auch weichen das freundliche Ufer des goldtragenden Tagus!
Mag das Volk Nichtige Dinge bewundern. Mir reicht der blonde Apoll volle Becher mit Castilischem Wasser,
Ich will mit dem Haar den die Kälte fürchtenden Myrtenzweig tragen, und viel mag ich vom beunruhigten Liebhaber gelesen werden!
Der Neid weidet sich an den Lebenden, nach dem Leben ruht er, einen jeden seine Ehre verdientermaßen schützt.
Auch wenn also das letzte Feuer mich aufgegessen hat, werde ich leben, und ein großer Teil von mir wird fortdauern.

Autor: jauchi