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Ab Urbe Condita - Buch 06, 42 01-11 (Wahl von drei höchsten Beamten)


(1) Die Rede des Appius bewirkte nur so viel, dass die verlangten Gesetzesanträge verschoben. (2) Dieselben Tribunen, die zum zehnten Mal wieder gewählt worden waren, Sextius und Licinius, beantragten ein Gesetz für eine Zehnmännerkommission für den Kult zum Teil aus der Plebs gewählt. Fünf wurden von den Patres, fünf vom Volk gewählt; und schon wurde der gemachte Weg mit diesem Schritt sichtbar. (3) Mit diesem Sieg räumte die zufriedene Plebs den Patres ein, dass die Militätribunen für jetzt gewählt worden, nachdem der Vorschlag der Konsuln vernachlässigt worden war. Es sind A. und M. Cornelius wiederum gewählt worden, M. Geganius, P. Manlius, L. Veturius, P. Valerius zum sechsten Mal. (4) Weil die auswärtigen Sachen durch die Römer außer der Belagerung von Velitrae ruhig waren, dessen Ausgang eher langsam als zweifelhaft war, bewirkte das Gerücht, das plötzlich vom Gallischen Krieg herbei getragen worden ist, dass M. Furius als fünfter Diktator gewählt wurde. Dieser ernannte T. Quinctium Poenum zum magister equitum. (5) Claudius war der Urheber, dass der Krieg mit den Galliern in diesem Jahr ungefähr beim Fluss Aniens geführt worden ist und, dass der berühmte Kampf auf der Brücke, bei dem T. Manlius, ein Gallier, der Herbeigerufene zum Nahkampf mit diesem überging, er im Blickfeld der zwei Heere den Toten beraubte, damals gekämpft worden ist. (6) Ich lasse mich lieber dazu bringen durch mehrere Urheber zu glauben, dass diese Tat mindestens zehn Jahre später getrieben worden ist, aber dass in diesem Jahr eine Schlacht mit den Galliern unter dem Diktator M. Furius auf dem Feld in Albanien geliefert worden ist. (7) Obwohl die Gallier mit riesigem Schrecken Erinnerungen an frühere Unheile herbeigebracht hatten, war der Sieg weder zweifelhaft noch schwierig für die Römer. Viele tausend ausländische sind an der Front getötet worden, nachdem die Lager eingenommen worden sind. (8) Die anderen sind zerstreut worden, während sie Apulien erstrebten und zwar durch die lange Flucht besonders aber hatte sie der Terror und die Scheu in alle Winde zerstreut und haben sich vor den Feinden geschützt. Dem Diktator ist ein Triumphzug genehmigt worden in Einigkeit mit den Patres und der Plebs. (9) Ein grässlicherer Aufstand als ein Krieg erwartete den Diktator zu Hause, der kaum erst einen Krieg überstand, und unter gewaltigen Streitereien ist der Diktator und der Senat besiegt worden, sodass die tribunizischen Bitten angenommen wurden; und die Wahlen sind gegen den Willen des Adels abgehalten worden, um die Konsuln zu wählen, durch die L. Sextius zum ersten Konsul aus der Plebs gemacht worden ist. (10) Und nicht einmal dieses war das Ende der Streitereien. Weil die Patrizier sich weigerten, dass sie (Plebs) die Urheber sein werden, wäre es beinahe zum Auszug des Volkes und zu anderen schrecklichen Drohungen der öffentlichen Streitereien gekommen. (11) Als plötzlich die Uneinigkeiten durch den Diktator mit Kompromissen zur Ruhe gebracht worden sind und der Plebs von dem Adel beim plebejischen Konsul nachgegeben worden ist, von der Plebs dem Adel bei einem Prätor, der in der Stadt Recht sprach, aus den Patres zu wählen.

Autor: Tobbey