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Ab Urbe Condita - Buch 01, 02


Dann fingen die Ureinwohner und die Trojaner gleichzeitig an, Krieg zu führen. Turnus, der König der Rutuler, dem Lavinia vor Aeneas’ Ankunft als Verlobte versprochen worden war, ertrug den Ankömmling, der ihm vorgezogen worden war, nur ungern und hatte gleichzeitig mit Aeneas und Latinus Krieg angefangen. Keines der beiden Heere ging aus diesem Kampf als glückliches hervor: Die Rutuler waren die Besiegten; Die Ureinwohner und die Trojaner verloren als Sieger ihren Führer Latinus. Dann flohen Turnus und die Rutuler, die den Geschehnissen misstrauten, angesichts der blühenden Macht der Etrusker und der Mezenter zum König dieser, der als Herrscher über Caere – damals eine reiche Stadt – schon von Beginn überhaupt nicht glücklich über den Ursprung der neuen Stadt war und glaubte, dass die Trojaner damals viel zu schnell wachsen, so dass die Nachbarn nicht mehr genügend geschützt wären und er schloss die gemeinsamen Waffen mit den Rutulern zusammen. Im Hinblick auf den Schrecken eines so großen Krieges nannte Aeneas, damit er die Herzen der Ureinwohner für sich zu gewann, und damit sie alle nicht nur unter demselben Recht, sondern auch unter demselben Namen waren, beide Völker Latiner. Und von da an wichen die Ureinwohner aus Ergebenheit und Vertrauen gegenüber ihrem König Aeneas nicht von der Seite der Trojaner. Und Aeneas, der auf diese Herzen der zwei Völker vertraute, die von Tag zu Tag mehr zusammenwuchsen, führte die Truppen, obwohl Etrurien ein so große Menge an Streitkräften besaß, dass der Ruf seines Namens nicht mehr nur das land, sondern auch das Meer entlang der ganzen Länge Italiens von den Alpen bis zur sizilianischen Meerenge erreichte, dennoch in das Schlachtfeld hinaus, obwohl er den Krieg von den Stadtmauern abhalten konnte. Die Schlacht verlief günstig für die Latiner, aber es war auch das letzte sterbliche Werk des Aeneas. Wie es auch immer göttliches und menschliches Recht ist, dass dieser so genannt wird, er wurde oberhalb des Flusses Numicus begraben: Sie nennen ihn altrömischen Jupiter.

Autor: pseudoirrealis