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Sermones - Buch 2, 06

Das war immer mein Wunsch : Ein nicht eben grosses Stück Land wo es einen Garten und nahe dem Haus eine beständig wassersprudelnde Quelle gäbe , oberhalb davon ein wenig Wald . Die Götter haben es reichlicher und schöner gemacht. Es ist gut so. Nichts mehr erbitte ich, Merkur , ausser, dass du mir diese Geschenke zu bleibendem Eigentum machst . Und wenn ich weder mein Vermögen durch Betrug grösser gemacht habe, noch willens bin es durch Verschwendung oder Misswirtschaft geringer zu machen , wenn ich nicht so töricht bin, eine Bitte wie diese an dich zu richten wie etwa diese: "O wenn doch jene Ecke des Nachbarn [noch] hinzukäme, die nun mein Äckerchen aus der Form bringt! O wenn doch irgendein Glücksfall mir einen Geldtopf zeigen würde, wie jenem Tagelöhner, der, nachdem er einen Schatz gefunden hatte, jenen Acker selbst gekauft und [weiterhin] gepflügt hat, obschon der durch die Huld des Herkules reich geworden war !" Wenn ich mich an meinem augenblicklichen Besitz dankbar erfreue, bitte ich dich um diesen Wunsch: "Du mögest das Vieh dem Besitzer fett machen und alles übrige ausser der Intelligenz, und mir, wie du es gewohnt bist, als oberster Wärter beistehen." In den Versen 16-20 fand eine Umordnung statt, Vers 17 wurde nach Vers 19 eingesetzt: Sobald ich mich also von der Stadt in den sabinischen Berge auf meine Burg zurückgezogen habe, wo mich weder das verderbende Strebertum noch der bleierne Südwind oder fieberbringende Spätsommer aufreiben, die Erntezeit der unbarmherzigen Libitina , was könnte ich [da] eher verherrlichen in meiner Prosadichtung, den Satiren . Vater Frühauf , oder wenn du dich lieber so rufen lässt: Ianus, der allen Anfang in Leben und Mühsal der Menschen begleitet - so haben es die Götter beschlossen - sei du auch der Anfang meines Liedes. Wenn ich in Rom bin, zerrst du mich zu einer Bürgschaft aus dem Bett . "Auf! Spute dich, damit nicht irgendjemand [diese] Verpflichtung früher wahrnehme! Auch wenn der Nordwind über die irdene Böden hinwegfegt oder die Winterkälte einen schneeigen Tag in ihre kürzere Kreisbahn zerrt, muss ich gehen. Nachdem ich laut und mit den vorgeschriebenen Worten gesprochen habe, was mir in der Folge schaden könnte, muss ich mich in der Menschenmenge abmühen und den Langsamen Rippenstösse versetzen . „Was nimmst du dir heraus , du Narr“ und „Was erlaubst du dir?" fährt mich einer unwirsch mit zornigen Flüchen an, "Du möchtest wohl alles, was dir im Weg steht, niederrennen, wenn du wieder einmal zu Maecenas - du denkst aber wirklich immer fest an ihn- rennst?“ Das erfreut mich und ist mir eine Wonne, ich will es nicht leugnen. Und wenn man dann die unheimlichen Esquilien erreicht, schwirren mir die Anliegen fremder Leute zu Hunderten von allen Seiten um die Ohren . "Roscius lässt dich bitten, dass du ihm morgen beim Puetal / Beisand zu leisten." "Die Schreiber lassen dich bitten, Quintus, dass du doch nicht vergessen möchtest wegen der wichtigen brennenden Vereinsangelegenheit heute wieder einmal [vorbei] zu kommen.“ "Sorge dafür, dass Maecenas mit seinen Siegeln diese Schriftstücke bezeichne ." Wenn du sagen könntest: „Ich werde es versuchen“ - "Wenn du willst kannst du`s", bemerkt er aufdringlich dazu . Nun nähert sich das siebte Jahr schon dem achten und wird bald vorüber sein , seit dem Maecenas begann mich unter die Zahl der Seinen zu zählen, genau genommen [nur] zu dem Zweck, dass er mich im Reisewagen mitnehmen wollte, oder mir Lappalien von folgender Art mitteilen wollte: "Die wievielte Stunde ist?“ - Sollte wohl der Thraker Gallina dem Syrer gewachsen sein?" - "Die morgendlichen Froste peinigen die nicht genug Behutsamen", und solche [Sachen], die ohne Schaden in einem indiskreten Ohr aufbewahrt werden. Von Tag zu Tag, ja von Stunde zu Stunde war ich armer Kerl während all diese Zeit dem Neid ausgesetzt. Wenn unsereins sich mit Maecenas zusammen die Spiele anschaut, [oder] mit ihm auf dem Marsfeld Ball spielt, sagen alle: „Glückskind “. Ein schauerliches Gerücht breitet sich von den Rednerbühnen aus, überall an den Strassenkreuzungen: und jeder der mir entgegenkommt, ersucht bei mir um Rat: "Mein Guter - du musst es gewiss wissen, weil du ja näher an die Allmächtigen herankommst [als wir andern]- was hast du denn von den Dakern gehört?“ „Ich meinerseits, nichts!“, „Du wirst doch immer ein Schelm sein!“; „Mich aber sollen alle Götter strafen, wenn ich etwas gehört habe !“ „Wie steht es? Werden die von Caesar versprochenen Landgüter den Soldaten auf sizilischer oder italienischer Erde zugewiesen?“ [Und] da ich beschwöre, dass ich gar nichts wisse, bewundert man mich wie gleichsam einen einzigartigen Menschen des „allerdings“ auserlesenen und erhabenen Schweigens. Auf diese Weise geht mir Elendem der Tag vorüber, nicht ohne den Wunsch / : "O mein Landgut, wann werde ich dich wieder sehen und wann wird es mir möglich sein, bald aus den Klassikern , bald aus dem Mittagsschlaf und aus den müssigen Stunden das angenehme Vergessen von sorgenvollem Lebens zu schlürfen. O wann werden Bohnen , Basen des Pythagoras , und zur gleichen Zeit ausreichend mit fettem Speck geschmälzter Kohl mir zum Essen vorgesetzt? O Nächte und Mahlzeiten der Götter, mit denen ich selbst und meine Gäste vor dem eigenen Herd speisen und mit denen ich die dreisten Haussklaven, nach dem Speiseopfer , satt mache. Ganz wie es jedem beliebt , leert der Gast, weil er von sinnlosen Trinkgesetzen entbunden ist, verschieden stark gemischte Becher; sei es, dass er trinkfest ist ein stark gemischten Trunk verträgt, sei es, dass sich einer mit Bechern leichter Mischung in fröhlichen Zustand zecht. Also ergibt sich ein Gespräch, nicht über Landhäuser oder die Stadt-Häuser anderer Leute und es erhebt sich kein Gespräch darüber, ob Lepos schlecht tanzt oder nicht; sondern wir besprechen das , was uns mehr angeht und nicht schlecht zu wissen ist: Ob Menschen durch Reichtümer oder Tugendhaftigkeit glücklich sind, oder was uns zu Freundschaft drängt, Nutzen oder sittliches Tun und was die Natur des Guten sei und was seine höchste Vollendung ist. Zwischen diesen Gesprächen erzählte der Nachbar Cervius in leichtem Plauderton Altweibergeschichten aus dem Zusammenhang des Gesprächs heraus. Wenn nämlich irgendjemand die Sorgen bereitenden Reichtümer des Arellius in seiner Einfalt lobte, so begann er: "Es wird berichtet, dass eine Landmaus eine Stadtmaus in ihre ärmliche Höhle aufgenommen hat, wie ein alter Gastfreund einen alten Freund, von rauher und einfacher Lebensweise, achtsam auf das Erworbenen, dennoch so, dass sie ihr auf Einschränkungen bedachtes Herz für die Pflichten der Gastfreundschaft lockerte. Kurz : Jene geizte auch mit den aufgesparten Kichererbsen oder den länglichen Haferkörnern nicht, eine Rosine und ein halb verzehrtes Stückchen Speck setzte sie [ihr] vor, indem sie diese im Maul herbei trug, weil sie durch abwechslungsreiches Essen den Eckel der Stadtmaus , die kaum die einzelnen Bissen mit hochmütig verzogenem Mund berührte, besiegen wollte, während der Hausherr selbst dagegen auf der heurigen Streu ausgebreitet , Dinkel und Lolch ass, um die besseren Speisen dem Gast übrig zulassen. Schliesslich sagte die Stadtmaus zu dieser: „ Wie kann es dir Vergnügen machen , mein Freund, als Hungerleidender auf einem steil abfallenden Rücken eines Bergwaldes zu leben? Hast du Lust den unwirtlichen Wald der Stadt mit ihren Menschen vorzuziehen? Frisch auf den Weg , glaube mir, Gefährte, da nun einmal irdische Lebewesen mit sterblichen Selen leben und es kein Entrinnen vor dem Tod weder für Gross noch für Klein gibt, deswegen mein Guter, lebe unbeschwert solange es möglich ist, in angenehmen Umständen, bedenke aber, wie wenig Zeit du hast. Diese Worte machten, sowie sie gesagt worden waren, Eindruck auf die Landmaus und sie sprang leichtfüssig aus ihrem Mausloch heraus. Schliesslich legen [sie] beide den Weg zurück, den sie sich vorgenommen haben, weil sie begierig sind noch zu nächtlicher Stunde unter den Mauern der Stadt hindurch zu kriechen. Die Nacht hat schon den halben Weg des Himmels erreicht, als jeder von beiden seine Füsschen in ein prunkvolles Haus setzte, wo eine mit roter Scharlachfarbe gefärbte Decke über elfenbeinernen Speisesofas glänzte und viele Gerichte von einem üppigen Mahl übrig waren, die sich von gestern in abseits angehäuften Körben befanden. Sobald sie also die Landmaus hingestreckt auf purpurner Decke Platz nehmen liess, läuft sie als Gastgeber wie ein hochgeschürzter Diener geschäftig hin und her, tischt ununterbrochen Speisen auf , ganz nach der Art des Haussklaven verrichtet sie auch die eigentlichen Pflichten , wobei sie zuvor alles beleckt, was sie herbeibringt. Jene freut sich, während sie daliegt, über ihr verändertes Schicksal und spielt, froh aufgrund der guten Umstände, den Gast, als plötzlich ein ungeheurer Lärm von den Türflügeln [her] beide aus dem Bett aufgescheucht. Sobald als das reiche Haus vom Gebell der Molasserhunde widerhallt, rennen sie ängstlich durch das ganze Zimmer und trippeln halbtot vor Angst herum. Da [sagt] die Landmaus: "Mir ist an einem solchen Leben nicht gelegen“, und fügt an : „Lebe wohl: Der Wald und mein Loch sind vor Gefahr sicher und entschädigen mich für meine ärmlichen Wicken “

Autor: Psellos


Aliernativübersetzung:
Das war in den Gebeten enthalten: die nicht so große Art des Feldes, wo auch der Garten benachbart dem Haus und die unversiegte Wasserquelle, ein wenig Wasser über diesen wäre. Die Götter haben es reicher, haben es besser gemacht. Es ist gut (gemacht). Nicht größeres wünsche ich mir, von Maia geborener, als dass du dieses zu meinem eigenen Geschenk mir machen wirst. Wenn ich weder durch üble Gesinnung das Geld vermehre noch durch Fehler und Schuld es zu verkleinern ich im Begriff bin, wenn ich dumm vor nichts dieser Dinge mich fürchte: „O wenn jene Ecke, die nächste da hinzukäme, die nun das Feldchen so uneben macht! O wenn das Schicksal die Silberurne mir zeigte, wie jenem, der durch den gefundenen Schatz, der als Arbeiter jenen Acker selbst gekauft dann pflügte, reich durch den Freund Herkules!“, wenn das, was da ist, angenehm erfreut, bitte ich dich durch diese Bitte: „Mach das Vieh fett dem Herren und alles andere außer den Verstand, wie du es pflegst: als größter Wächter stehe mir bei.

Also sobald ich mich in die Berge und in die Festung aus der Stadt heraus bewegt hab, was soll ich zuerst beschreiben mit satirischen Versen und niedriger Muse? Weder verdirbt mich schlechter Ehrgeiz noch der bleierne Südwind noch der schwere Herbst, nicht das Gewinnstreben der bitteren Libitina. Vater Matutinus, sei es, dass „Ianus“ du lieber hörst, woher die Menschen erste Mühen der Werke und des Lebens aufstellen (so der Beschluss der Götter), du sei der Beginn des Liedes. In Rom packst du mich als Bürgen: „Hey, dass nicht irgendeiner der Pflicht früher entgegnet, beeil dich!“ Sei es, dass der Nordwind Aquilo die Erde benagt, oder dass die Winterskälte den schneeigen Tag mit einem inneren Kreis zieht: man muss gehen. Dann, weil mir etwas zu Bekämpfendes entgegensteht, deutlich und berühmtes gesprochen habend in der Menge und den Langsamen anzutuende Unrechte. „Was hast du denn, wahnsinniger, und welche Dinge verlangst du schändlicher mit deinen zornigen Füßen? Könntest du (nicht) alles, was dir entgegensteht, vertreiben, wenn du zu Maecenas mit dankbarem Verstande zurückeilst?“ Das macht Spaß und ist honigsüß, ich wills nicht leugnen. Aber sobald man an den schwarzen Esquilin gekommen ist, so springen im Kopf und um die Seite herum hundert neuartige Geschäfte. „Vor der zweiten Stunde, bat dich Roscius, mögest du ihm beistehen morgen am Puteal.“ „Wegen der allgemeinen großen, neuen Sache bitten dich die Schreiber heute, dass du dich erinnerst, Quintus, zu kommen.“
„Kümmere dich, dass Maecenas diesen Tabellen sein Siegel aufdrückt.“
Du hättest sagen können: „Ich will es versuchen:“ „Wenn du willst, kannst du.“ Fügt er hinzu und besteht drauf. Schon das siebte Jahr floh, näher schon dem achten, seit dem Maecenas begann mich in der Schar seiner Leute zu haben, nicht mehr und nicht weniger bis dahin, den er wollte auf dem Wagen zu heben eine Reise machend und dem er seine Possen dieser Art anvertrauen: „Wie spät ist es?“ „Ist der Thrakier Gallina dem Syrus ähnlich?, „Die zu wenig vorsichtigen beißen die morgendlichen Kälteschübe“ und die Dinge, die einem rissigen Ohr gut reingestopft werden. Diese ganze Zeit hindurch den Tag und die Stunde war unser Dichter dem Neid ziemlich ausgesetzt. Er hatte zusammen die Spiele angesehen, auf dem Marsfeld gespielt: „Freund er der Fortuna!“ so alle. Kalt von der Rednerbühne bis zu den Weggabelungen tropft das Gerücht: Wer auch immer entgegen kommt, er fragt mich: „ Oh guter, denn es ist nötig, dass du weißt, weil du die Götter näher kontaktierst, oder hast du nicht von den Dakern gehört?“ „Nichts weiß ich.“ „Wie du immer der selber Schelm sein wirst!“ „Aber alle Götter mögen mich vertreiben, wenn ich irgendetwas!“ „Wie? Ist Caesar nun im Begriff, den Soldaten das versprochene Triquetra als Preis zu geben oder Italisches Land?“ er wundert sich, dass ich schwöre, nichts zu wissen, wie natürlich einen Menschen von außerordentlicher und ganz hoher Verschwiegenheit.

So geht während dieser Dinge der Tag mir armen, nicht ohne Gebete: Oh Land, wann werde ich dich erblicken? Und wann wird es erlaubt sein bald durch die Bücher der Alten, bald durch Schlaf und müßige Stunden die angenehme Vergessenheit des sorgenvollen Lebens herbeizuführen? Oh wann werden die Bohne, die Verwandte des Pythagoras, zugleich das mit dem fetten Speck beschmierte Gemüse gereicht?“ Oh Nächte und Mahlzeiten der Götter! Mit diesen zusammen ich selbst und die meinen vor den Laren speise ich und ernähre auch die frechen Haussklaven, nachdem die Speisen geopfert wurden. Und wie es jedem die Begierde ist, leert der Gastfreund ungleiche Becher aus, gelöst von verrückten Prinzipien, sei es, dass einer die heftigen Becher ergreift oder dass einer mit bescheidneren langsamer zecht. Also entsteht ein Gespräch, nicht über die Landhäuser und fremden Domizile, nicht, ob Lapos schlecht oder gar nicht tanzt. Sondern wir behandeln, was uns eher betrifft und nicht zu wissen schlecht ist: Ob die Menschen durch Reichtum oder Tugend glücklich sind. Oder was zieht uns zu den Freundschaften, Nutzen oder das Richtige; und was das Wesen des Guten ist und was das höchste davon.

Der alte Gutsverwalter Cervius fabuliert dazwischen bei Gelegenheit alte Geschichtchen. Denn wenn einer unwissend die sorgenvollen Reichtümer des Arrellius lobt, beginnt er so: „Einst, so sagt man, hat eine Landmaus eine Stadtmaus in ihrer bescheidenen Höhle aufgenommen, ein alter Gastgeber den alten Freund, dürftig und bedacht auf die Besitztümer, dennoch, dass sie die strenge Gesinnung lockerte für Gastmähler. Was vieles (erzählen)? Weder neidet sie die beiseite gelegte Erbse, noch den langen Hafer, die trockene Beere mit dem Mund hertragend und halbgegessen Speckbrocken gab sie, darauf aus, durch verschiedene Teller zu besiegen den Überdruss derjenigen, die die einzelnen Dinge nur mit einem hochmütigen Zahn gerade so berührt; währenddessen saß die Herrin des Hauses auf dem frischen Spreu ausgestreckt Dinkel und Hafer (essend); das bessere Mal überlassend. Schließlich sagt die Stadtmaus zu jener: „was erfreut dich, Freund, genügsam zu leben am Rücken des steilen Hains? Willst du (nicht) Menschen und die Stadt den wilden Wäldern vorziehen? Mach dich auf den Weg als Begleiter, glaub mir, da ja alles Irdische ausgelost hat, dass die Seelen als sterbliche leben, und gibt es keine Flucht vor dem Tod, weder für den kleinen noch den großen. Mein Guter, daher, etwa, solange es geht, lebe glücklich unter angenehmen Umständen, lebe wie als ob du eines kurzen Lebens dir bewusst bist.“ Sobald diese Worte die Ländliche getrieben haben, springt sie leicht aus dem Haus; darauf machen sich beide auf den vorgenommenen Weg, begierig unter die Mauern der Stadt noch nachts zu kriechen. Und schon hielt tiefe Nacht den Raum des Himmels fest, als jede von beiden Spuren im reichen Haus hinterlassen, wo in rotem Samt gefärbt das Tuch über den Lagern aus Elfenbein glänzte und von großen Speisen viele Tablettes überhäuft waren, welche nicht weit – von gestern noch – in aufgestellten Blumenkörben lagen. Sobald sie also die Landmaus auf dem Purpurnen Tuche hinsetzen ließ, so wie ein Gastgeber umschürzt eilt sie hin und her und bringt fortwährend Speisen und nicht wie ein Sklave macht sie ihre Pflichten selbst, vorher anknabbernd alles, was sie heranbringend. Jene aber liegt da und freut sich an dem Schicksalswandel und den guten Dingen und mimt den zufriedenen Gastfreund, als plötzlich durch die Angeln ein Donnern der Flügeltüren beide aufschreckte. Durch ganze Zimmer eilen sie ängstlich, und noch mehr entseelt erzittern sie als zugleich das hohen durch zwei Molossische Hunde ertönte. Dann sagt die Landmaus: „Dieses Leben brauch ich nicht, machs gut. Mich tröstet mit einfachem Korn der Wald und die Höhle, sicher vor Hinterhalten.

Autor: jauchi (Forum)