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Sermones - Buch 1, 05

Mich, der ich aus dem großen Rom herauskam, empfing mit mäßiger Gastlichkeit Aricia, Begleiter war der Redner Heliodor, der bei weitem gelehrteste von den Griechen: Von dort das Forum des Appus, voll von Seemännern und missgünstigen Wirten. Träge haben wir diesen Weg geteilt, ein einziger, wenn man höher als wir ist geschürzt: den langsamen ist die Appia weniger mühsam.

Hier erkläre ich dem Bauch, weil das Wasser unglaublich schlecht war, den Krieg, nicht erwartend mit Gleichmut die essenden Begleiter: schon legt die Nacht Schatten auf die Felder und bereitete es, am Himmel die Sterne auszubreiten. Dann fangen die Knaben mit den Matrosen, die Matrosen mit den Knaben das Gezänk an: „Hierhin lande!“ „Du setzt 300 rein“, „Oh, das reicht schon. Während das Geld kassiert wird wird und das Maultier angeschirrt wird, vergeht eine Stunde. Die üblen Mücken und Sumpffrösche vertreiben einem den Schlaf, es besingt die fehlende Freundin der durch den abgestandenen Wein besoffene Schiffer und der Lenker im Wettstreit. Schließlich beginnt der müde Lenker an zu schlafen und der Schiffer löst die Seile der Maultiere, damit sie weiden und bindet sie faul an einem Fels fest und schnarcht auf den Rücken sich legend.

Schon war es Tag, und wir spüren, dass der Kahn kein Stück vorangekommen ist; schließlich springt ein Hitzkopf auf und behaut Kopf und Seite der Maultier und Schiffer mit einem Weidenknüppel: Erst um die vierte Stunde werden wir entladen, Gesicht und Hände waschen wir uns in deinem Gewässer, Feronia. Gefrühstückt kriechen wir 3 Meilen und steigen auf nach Anxur, gebaut auf weithin schimmerndem Felsen. Hierher war der liebste Maecenas im Begriff zu kommen zusammen mit Cocceius, bei geschickt als Boten für wichtige Dinge, gewohnt, Freunde, die sich fremd geworden, zu versöhnen. Hier entzündet, bestreiche ich meine Augen mit schwarzer Salbe; inzwischen kam Maecenas und Cocceius, zugleich Capito Fonetius, ein Mann gemacht bis zum Nagel (jeder Probe gewachsen), Freund des Antonius, dass es keinen besseren gibt. Fundi verlassen wir gern, wo Luscus Praetor ist, und lachen über die Amtszeichen des wahnsinnigen Schreibers: Samtgewand und goldener Streif, ein Kohlebecken. Müde bleiben wir in der Stadt Mamurrae, wobei Murena uns Herbegre gibt, Capito Essen. Der nächste Morgen erscheint besonders reizvoll: Denn Plotius und Varius und Vergil kommen zu uns in Sanuessa, Geister, welche die Erde glänzender nicht trug und welchen kein zweiter verbundener ist als ich. Wie hab ich sie umarmt und was für eine Freude war das. Ich möchte nicht, wenn ich bei Verstand bin, mit einem lieben Freunde vergleichen. Das dem kampanischen Meer am nächsten liegende Dörfchen gewährte Obdach und, was sie schuldeten, Holz und Salz des Hauses Verwalters. Von hier legen die Mautiere beizeiten die Sattel in Capua wieder ab. Zum Spiel geht Maecenas, ich und Vergil gehen schlafen. Denn das Ballspiel ist dem Triefäugigen und den rohen Dingen im Magen feindlich. Darauf empfängt uns die toll ausgestattete Villa des Cocceus, welche über den Herbergen Caudiums liegt. Nun Muse, wollte ich, dass Du mir erzählst von dem Streit des Sarmentus, des Possenreißers, und des Messius Cicurrus und von welchem Vater jeder von beiden stammen den Streit antritt. Das berühmte Geschlecht des Messius ist das des Oscus. Die Herrin von Sarmentus lebt noch: Von diesen Vorfahren stammend kommen die beiden zum Streit. Zuerst Sarmentus: Ich behaupte, dass du einem wilden Pferd gleich bist.“ Wir lachen, und Messius selbst „Das nehme ich an.“ Und schüttelt seinen Kopf. „ Und wenn deine Stirn nicht hätte ein ausgeschnittenes Horn“, sagt er, „ was würdest du machen, wenn du so verstückelt drohst?“ Eine hässliche Narbe hatte jenem das haarige Stirn der linken Gesichtshälfte entstellt. Als er über die kampanische Krankheit, das Gesicht noch vieles scherzte, bat er ihn, dass er den Hirten Kyklop nachmachen sollte. Jener bräuchte keine Maske oder den tragischen Stiefel. Cicurrus antwortete darauf vieles: Er fragte, ob er schon die Kette beim Gelübde den Laren geschenkt hätte; weil er ein Schreiber sei, sei das Recht der Herrin um nichts schlechter. Er fragte schließlich, warum er jemals geflohen sei, wem ein Maß Getreide genug sei, einem so zarten Zwerg. Weiterhin führen wir jenes Essen heiter fort. Drauf gehen wir geradewegs nach Beneventum, wo ein strebsamer Gast beinahe die mageren Drosseln verbrannte, während er sie über Feuer drehte: Denn die unsichere Flamme eilte durch die Küche - Vulkan ist ausgebrochen -, das hohe Dach anzukokeln. Da hättest du sehen können, wie die gierigen Gäste und ängstliche Sklaven das Essen raffen willens alles zu löschen. Von dort beginnt Apulien seine bekannten Berge mir zu zeigen, welche der Atabulus austrocknet und die wir niemals erklommen hätten, wenn uns nicht eine dem Trivicus benachbarte Herberge uns aufgenommen hätte nicht ohne den beißenden Rauch aus dem Ofen, der feuchte Zweige mit Blättern verbrannte. Hier erwartete ich dümmster bis tief in die Nacht das lügnerische Mädchen; doch entreißt mich der Schlaf in der Spannung auf Venus. Dann beschmutzen mit unreinen Antlitz Träume das Nachtkleid und den gekrümmten Bauch. Von hier werden wir von dem Wagen 24 Meilen gezogen, um in einem Städtchen zu bleiben, dessen Namen im Vers unmöglich ist, aber sehr leicht durch Zeichen genannt werden kann: Hier verkauft man das feinste der Dinge, Wasser, aber besonders schön ist das Brot, das weiter hinaus der pfiffige Wanderer auf den Schultern zu tragen pflegt. Denn Canusium ist voller Steine, die Trinkflasche nicht reicher: dieser Ort ist von dem tapferen Diomedes einst gegründet worden. Hier scheidet traurig Varius, wobei die Freunde weinen. Von dort gelangen wir müde nach Rubi, wie nämlich den langen Weg Regengüsse verdorben haben und ihn schlechter gemacht haben.
Am nächsten Tag ist das Wetter besser, der Weg schlechter bis zu den Mauern vom fischreichen Bari; Gantia gab ,erbaut trotz des Zornes der Nymphen, (Grund zu) sowohl Gelächter als auch Scherze, als es überzeugen will, dass Weihrauch ohne Feuer an heiliger Schwelle vergehen. Das mag der Jude Apella glauben, ich nicht: denn ich hab gelernt, dass die Götter ein sorgloses Leben führen, und nicht, wenn die Natur etwas Seltsames macht, dass die Götter das vom hohen Dach des traurigen Himmels herabschicken. Brindisi ist das Ende eines langen Gedichtes und Weges.

Autor: jauchi