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Philippica - Buch 2, Kap. 01-03


Ich werde erzählen, ihr Herren Senatoren, wohin ich denn durch mein Schicksal geführt werde, dass nämlich niemand in diesen 20 Jahren des Staates Feind war, welcher mir nicht auch in derselben Zeit den Krieg erklärt hat [rhetor. Frage]. Es ist wahrlich auch nicht notwendig, dass jemand von mir genannt wird; ihr selbst erinnert euch. Jene haben mir mehr Strafen gegeben, als ich (mir) wünschte; ich wundere mich, Antonius, dass du dich nicht vor dem Ende derer erschauderst, deren Taten du nachahmst. Und dieses wunderte mich bei anderen weniger . Denn niemand von jenen ist mir freiwillig feindlich/ ein Feind gewesen, alle sind von mir wegen des Staates gereizt worden. Du bist nicht rinmal durch ein Wort verletzt worden, obwohl du frecher als Catilina und wütender als Clodius scheinst, überdies hast du mich durch Beschimpfngen gereizt und du glaubtest, dass deine Abneigung gegen mich für dich eine Empfehlung bei den frevelhaften Bürgern sein wird. Was soll ich glauben? [relat. Anschluss] Dass ich ihm verächtlich bin? Ich sehe nicht, weder in meinem Leben, noch in meinem Einfluss, noch in meinen Taten, noch in dieser meiner durchschnittlichen Begabung, was Antonius verachten könnte. Oder glaubt er, dass er im Senat leicht über mich herziehen kann? Der Senat gab den vielen äußerst berühmten Bürgern ein Zeugnis eines gut geführten Staates ab, allein mir gab er ein Zeugnis für den bewahrten Staat. Oder wollte er mit mir in einem Wettkampf des Redens kämpfen. Dies ist gewiss eine Wohltat. Was nämlcih ist erfüllter, was ergiebiger für mich, als sowohl für mich als auch gegen Antonius zu sprechen? Jenes sicherlich: Er glaubte nicht, dass seinesgleichen bewiesen werden konnte, dass er ein Feind des Staates ist, wenn er mir nicht ein Feind wäre. Bevor ich ihm über einige Sachen antworte, werde ich ein wenig über Freundschaft sagen, von der er mich beschuldigt, dass sie von mir verletzt worden ist, was ich für das schwerste Verbrechen halte.

Autor: aahaab