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In Verrem - Buch 2.4, 107a

Der Raub der Proserpina, Henna aber, wo man sagt, dass das, was ich sage geschehen ist, liegt an einem sehr hohen und ausgesetzten Ort, auf dessen Anhöhe es eine Hochebene und nie versiegende Gewässer gibt; die ganze (Hochebene) aber ist von jedem Zugang abgeschnitten und fällt senkrecht ab. Ganz in der Nähe gibt es einen See und Haine und sehr viele farbenprächtige Blumen, zu jeder Jahreszeit, der Ort selbst scheint jenen Raub der Jungfrau zu erklären, den wir von Kindheit an, erfahren haben.
Es ist nämlich in der Nähe eine gewisse Höhle, in nördlicher Richtung und von endloser Tiefe; dort, so sagt man, sei Pluto plötzlich mit dem Wagen aufgetaucht und von diesem Ort aus habe er die geraubte Jungfrau mit sich fortgeführt und plötzlich nicht weit von Syrakus entfernt sei er in der Erde verschwunden, und an diesem Ort plötzlich ein See entstanden, wo bis heute die Bewohner von Syrakus alljährliche Festtage begehen, mit einer zahlreichen Zusammenkunft der Männer und Frauen.

Autor: andiraffz