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In Verrem - Buch 2.4, 080 (Raub der Dianastatue von Segesta)


Wer wird denn, ihr unsterblichen Götter, die Erinnerung an den verstorbenen P. Scipio, wer die Denkmäler und Zeichen seiner Verdienste schützen, wenn du dich von ihnen abwendest und sie preisgibst und nicht nur ihren Raub duldest, sondern gar für ihren Räuber und Zerstörer eintrittst? Anwesend sind die Segestaner, deine Schutzbefohlenen, die Bundesgenossen und Freunde des römischen Volkes; sie berichten dir, dass Africanus nach der Zerstörung Karthagos ihren Vorfahren das Bildnis der Diana zurückerstattet hat, dass es bei den Segestanern im Namen dieses Feldherrn aufgestellt und geweiht wurde, dass Verres es losbrechen und wegschaffen und den Namen des P. Scipio völlig auslöschen und beseitigen ließ; sie bitten und beschwören dich: erwirb ihnen das heilige Bildnis, deinem Geschlecht aber Ansehen und Ruhm zurück; sie möchten, was sie durch P.Africanus aus der Stadt der Feinde wiedererhielten, durch dich aus dem Hause des Räubers gerettet haben. Was kannst du ihnen mit Anstand antworten, oder was können sie tun, als dich und deinen Schutz anzurufen? Sie sind da und rufen dich an. Du kannst den Ruhm deines Hauses in seinem Glanz erhalten, Scipio, wahrhaftig: in dir ist alles vereinigt, was das Glück oder die Natur dem Menschen schenkt; ich nehme dir nicht weg, was dein Pflichtgefühl durchsetzen könnte; ich maße mir kein Lob an, das einem anderen zukommt; meine Zurückhaltung erlaubt mir nicht, mich zum Vorkämpfer und Verteidiger der von Scipio hinterlassenen Denkmäler aufzuwerfen, solange P. Scipio, ein in der Blüte seiner Jahre stehender junger Mann, lebt und bei guter Gesundheit ist.

Autor: pyxis

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