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In Verrem - Buch 2.4, 079 (Raub der Dianastatue von Segesta)

Als man ihm von dem Sockel und der Inschrift berichtete, da glaubte er , bei den Leuten werde die ganze Sache in Vergessenheit geraten, wenn er auch den Sockel, gleichsam den Zeugen seines Frevels, beseitige. So schrieb man denn auf seinen Befehl den Abbruch des Sockels aus. Der Vertrag wurde euch in der ersten Verhandlung aus den amtlichen Urkunden der Segestaner vorgelesen.

( Cicero an den Anwesenden und Zeugen P. Scipio, den Nachfahren des Africanus, gewandt ):

An dich wende ich mich jetzt, P. Scipio, an dich, sage ich, den vortrefflichsten und achtbarsten jungen Mann; von dir heische und fordere ich den Dienst, den du deinem Geschlecht und Namen schuldig bist. Warum kämpfst du für den Mann, der den Ruhm und die Ehre eurer Familie geraubt hat, warum willst du ihn verteidigt wissen, warum nehme ich deine Aufgabe wahr, warum trage ich deine Last, warum fragt ein M. Tullius nach dem Andenken des P. Africanus, warum verteidigt ein P. Scipio den Mann, der es beseitigt hat ? Wie die von den Vorfahren überkommene Sitte gebietet, soll ein jeder die Denkmäler seiner Ahnen so unterhalten, daß er sie nicht einmal von anderer Seite ausschmücken lässt - und du willst dem Manne beistehen, der ein Denkmal des P. Scipio nicht etwa teilweise nur zugebaut, sondern von Grund auf zerstört und beseitigt hat?

Autor: pyxis

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