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In Verrem - Buch 2.4, 006


Aus dem Heiligtum des Heius hat Verres diese ganzen Statuen, von denen ich geredet habe, gestohlen; er hat nichts von dem zurückgelassen, sage ich, dennoch hat er nichts anderes außer einer uralten hölzernen Statue der Bona Fortuna (zurückgelassen), dieser wollte sie nicht in seinem Haus haben. Beim Glauben an Götter und Menschen! was bedeutet das, was für eine Sache ist das? was für eine Schamlosigkeit ist das? Bevor diese Statuen, die ich meine, von dir geraubt worden sind, ist niemand mit Befehlsgewalt nach Messana gekommen, der sie nicht angesehen hat. Wird Verres alles, was ihm gefällt, rauben, wird es keinem gestattet sein, etwas zu besitzen, wird sein Haus alle Schätze aufnehmen? Berührte deshalb keiner das oben genannte, damit er es stehlen kann, ließ Gaius Claudius Pulcher deshalb die Statuen zurück, damit Verres sie stehlen kann? Aber verlangt jener Cupidus nicht nach dem Haus eines Kupplers und einer Mätressenwirtschaft; er hielt sich gerne in jenem väterlichen Heiligtum auf. Tyrannisch gegen eine ganze Gemeinde.

Autor: steffi