Latein24.de

In Verrem - Buch 2.4, 002-003


2.
Es scheint bedeutend zu sein, was ich sage: Achtet darauf wie ich es sage. Ich stelle alles ohne Ausnahme dar, nämlich weder um Worte zu machen noch um die Anschuldigungen zu vergrößern: Wenn ich nun sage, dass dieser in der ganzen Provinz nichts von derartigen Dingen zurückgelassen hat, dann sollt ihr wissen, dass ich offen heraus rede, nicht nach Advokatenart. Ich will es noch deutlicher sagen, dass jener nichts im Haus von irgendjemanden, nichteinmal in dem eines Gastgebers, nichts an öffentlichen Plätzen, nichteinmal in geweihten Bezirken, nichts bei einem Sizilianer, nichts bei einem römischen Bürger, schließlich nichts, was ihm vor die Augen und in den Sinn gekommen ist, nichts privates, noch öffentliches, weder das Ungeweihte, noch das Geweihte in ganz Sizilien zurückgelassen hat.

3. Selbst Freunde blieben nicht verschont!

Wo also soll ich lieber beginnen, als bei dem Stadtstaat, der dir in großer Zuneigung verbunden war, oder bei welcher Gruppe lieber, als bei deinen Entlastungszeugen selbst? Es lässt sich nämlich leichter durchschauen wie du dich bei denen verhalten hast, die dich hassen, dich anklagen, dich verfolgen, wenn sich herausstellt, dass du bei deinen dir treu ergebenen Mamertinern auf schändlichste Weise Beute gemacht hast. Gaius Heius ist Einwohner von Messana - alle stehen wir das leicht zu, die einst nach Messana gekommen sind - er ist von allen Dingen in jenem Stadtstaat am besten ausgerüstet. Sein Haus ist vielleicht sogar das beste von Messana, zumindest jedoch das bekannteste und für unsere Leute immer offen und besonders gastfreundlich. Sein Haus war vor der Ankunft von jenem so geschmückt, dass es auch der ganzen Stadt als Schmuck gedient hat, denn Messana selbst, obohl es eine günstige Lage besitzt und mit einer Befestigungsanlage und einem Hafen ausgestattet ist, war ziemlich leer an jenem was jenen erfreut hat.

Autor: Krissi

Eine eventuell verbesserte Version zu dieser Übersetzung findest Du hier im Forum.