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In Verrem - Buch 1, 011

Es gab auch ein Weingefäß aus einem sehr großen Edelstein mit einer ausgehöhlten Kelle, mit einem goldenen Griff, von der, wie ich glaube, ihr einen ausreichend geeigneten und ausreichend gewichtigen Zeugen, Q. Minucius, sprechen gehört habt. Dieser nahm jedes einzelne Gefäß in die Hand, lobte es und bewunderte es: der König freute sich, dass jenes Gastmahl dem Prätor des römischen Volkes genügend angenehm und willkommen war. Nachdem man sich von dort verabschiedet hatte, überlegte dieser nichts anderes außer, was die Angelegenheit selbst erklärt hat, als, auf welche Weise er den König bis aufs Hemd ausgeraubt aus der Provinz entlassen könnte. Er schickte jemanden um diese Gefäße, die er als die schönsten bei diesem gesehen hatte, zu erbitten; er sagt, er wolle sie seinen Ziseleuren zeigen. Da der König ihn nicht kannte, hat er sie ihm ohne jeden Argwohn gerne gegeben. Er schickt jemanden um um die mit Edelsteinen besetzte Kelle zu bitten; er wolle sie etwas genauer betrachten. Auch diese wurde ihm geschickt.

Autor: paky87