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De Re Publica - Buch 1, Kap. 63

Lateinisches Original:
(Scipio.) 'iusto quidem rege cum est populus orbatus, 'pectora dura tenet desiderium,' sicut ait Ennius, post optimi regis obitum;

... simul inter Sese sic memorant: 'o Romule Romule die,
Qualem te patriae custodem di genuerunt!
O pater, o genitor, o sanguen dis oriundum!'

non eros nec dominos appellant eos quibus iuste paruerunt, denique ne reges quidem, sed patriae custodes, sed patres, sed deos; nec sine causa; quid enim adiungunt?

'Tu produxisti nos intra luminis oras.'

vitam honorem decus sibi datum esse iustitia regie existimabant. mansisset eadem voluntas in eorum posteris, si regum similitudo permansisset, sed vides unius iniustitia concidisse genus illud totum rei publicae.' (Laelius) 'video vero' inquit 'et studeo cursus istos mutationum non magis in nostra quam in omni re publica noscere.'

Scipio sagt: „Es ist aber in Friedenszeiten – denn es ist erlaubt übermütig zu sein, solange man nichts fürchtet – wie auf einem Schiff und oftmals auch bei einer leichten Krankheit. Aber wie jener, der zur See fährt, wenn plötzlich das Meer beginnt aufzuwallen, und jener Kranke bei sich verschlechternder Krankheit die Hilfe eines einzigen Mannes anfleht, so befiehlt auch unser Volk in Friedenszeiten der Verwaltung selbst, es droht, weißt zurück, es setzt durch, es provoziert, im Krieg gehorcht es wie einem König; denn das Wohl ist mehr wert als die Begierde. Aber in schwereren Kriegen wollen die unsrigen, dass auch ohne Amtsgenosse alle Macht bei einzelnen liegt, deren Name selbst die Kraft ihrer Macht anzeigt. Denn Dictator wird er zumindest daher genannt, da er ernannt wird, aber in unseren Büchern siehst du, Laelius, dass dieser Leiter des Volkes genannt wird.“ Laelius sagte: „Ich sehe.“ Scipio fuhr fort: „Klug waren auch jene Alten….“

Autor: DP