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De Oratore - Buch 1, 137-141

[137] Dann sagte Crassus: ?... denn ich werde nichts tiefsinniges sagen, nicht euerer Erwartung würdiges, nichts entweder von euch noch nicht gehörtes oder jemandem neues. Denn zuerst werde ich nicht leugnen, wie eines freigeborenen und anständig erzogenen Mannes würdig ist, dass ich diese allen gemeinsamen und altbekannten Vorschriften gelernt habe. [138] Die erste Aufagbe des Redners ist es, angemessen zu reden um zu überzeugen; dann sei (handle) jede Rede entweder von allgemeinen Fragestellungen ohne die Bezeichnung von Personen und Zeiten oder von einer Sachen, die auf einer Sache, die sich auf bestimmte Personen und Zeiten bezieht. [139] In beiden Fällen sei es üblich bei jedem vorkommenden Streit zu fragen, entweder ob der Fall geschehen ist/sei, wenn er (tatsächlich) gewesen ist, wie er beschaffen sei oder auch mit welchem Namen er bezeichnet werde oder, was einige noch hinzufügen, ob er mit Rechte geschehen zu sein scheine; [140] es entständen aber auch Streitigkeiten aus Auslegungen einer schriftlichen Quelle, in der entweder etwas zweideutig oder widersprüchlich geschrieben sei oder so, dass das Schriftstück von der Meinung des Autors nicht übereinstimme. Alle diesen Fällen aber lägen entsprechende Beweismittel zu Grunde

Autor: brezel