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Ad Familiares - 14, 18


Tullius sendet seiner lieben Terentia und seiner Tochter, Cicero seiner Mutter und Schwester einen sehr innigen Gruß.

Ich glaube, dass ihr immer wieder sorgfältig überlegen müsst, meine Lieblinge, was ihr tun sollt, ob ihr in Rom oder bei mir oder an irgendeinem sicheren Ort sein sollt: das ist nicht nur meine Angelegenheit, sondern auch eure. Dieses kommt mir in den Sinn: dass ihr in Rom mit der Hilfe von Dolabella in Sicherheit sein könnt und das diese Sache für uns eine Hilfe sein kann, wenn irgendeine Gewaltätigkeit oder wenn irgendwelche Plünderungen (zu geschehen) beginnen; aber andererseits beeindruckt mich jenes, dass ich sehe, dass alle Patrioten aus Rom fort sind und das diese ihre Frauen mit sich haben. Diese Region jedoch, in der ich mich befinde, besteht sowohl aus Städten, die unter unserem (oder: meinem) Schutz stehen, als auch in besonderer Weise aus unseren (oder: meinen) Landgütern, so dass ihr sowohl viel mit mir sein könnt, als auch es auf unseren Landgütern bequem haben könnt, wenn ihr (von mir) fortgegangen seid. Es ist für mich noch nicht hinreichend klar, was von beidem besser ist: seht, was andere Frauen von eurem Stand tun und das es möglich ist, fortzugehen, wenn ihr es wollt. Ich möchte, dass ihr dieses sorgfältig wieder und wieder unter euch und mit euren Freunden beratschlagt. Ihr werdet den Philotimus beauftragen, dass das Haus Verteidigung und Schutz hat (oder: haben soll). Und ich möchte, dass ihr bestimmte (oder: zuverlässige) Postsklaven bereithaltet, damit ich täglich irgendwelche Briefe von euch bekomme (oder: erhalten kann). Am meisten aber achtet darauf, dass es euch gut geht, wenn ihr wollt, dass es uns gut geht.

Autor: Roman