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Academici Libri - 02, 118

Zuerst hat Thales gesagt, einer von sieben Weisen, diesem sollen die sechs Übrigen den ersten Platz überlassen haben, dass alles aus Wasser bestehe. Er aber überzeugte Anaximander, seinen Landsman und Freund nicht davon. Dieser behauptete nämlich, dass Unbestimmte der Natur ist, aus welchem alles entstehe. Dann sagte dessen Schüler Anaximenes, dass die Luft unendlich ist; aber das, was aus dieser entstehe sei begrenzt; er sagte aber, dass Erde, Wasser, Feuer und dann aus diesen alles entstehe. Anaxagoras sagte, dass die unendliche Materie, aus dieser sich einander ähnliche Teilchen sich untereinander geteilt, zuerst ungeordnet, später zur Ordnung durch einen göttlichen Segen bewogen wurden. Xenophanes, sogar ein wenig älter, behauptete (dixit), dass alles eines sei, und dass dieses nicht veränderlich sei, und dieses sei eine Gottheit und nicht jemals entstanden und ewig, von kugelförmiger Gestalt. Parmenides nannte (dixit) das Feuer, das die Erde bewege, diese werde von diesem gestaltet. Leukipp berichtete (dixit) das Volle und das Leere. Democrit war diesem (Leukipp) in diesem (= in dieser Sache) ähnlich, genauer in den übrigen. Empedocles lehrte (dixit) diese vier allgemein bekannten und gekannten (Elemente). Heraclid nannte (dixit) das Feuer.

Autor: Claudio