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Academici Libri - 01, 15 (oder 16) (Sokrates)

In fast allen Gesprächen des Sokrates, die von jenen, die ihm zugehört haben, vielseitig und reichlich aufgeschrieben wurden, legt er so dar, dass er selbst nichts bekräftigt, dass er (nur) die anderen widerlegt, er sagt, dass er nichts wisse als eben dies, dass er darin die anderen übertreffe, weil jene, die nicht wissen, glauben, dass sie wissen, er weiss dieses eine, dass er selbst nichts wisse, dass er glaubt (ACI abhängig von "er sagt") deshalb von Apollo zum Weisesten aller ernannt/gesagt worden zu sein; weil dies das einzige Wissen des Menschen sei, sich nicht glaubend zu wissen, was man nicht weiss. Dies, obwohl er dies regelmässig/ wiederholt sagte und in dieser Meinung treu blieb, wurde die Gesamtheit seiner Reden dadurch verbraucht, die Tugend zu loben und darin den Menschen zum Eifer für die Tugend zu ermuntern, was man in den Büchern der Sokratiker und am meisten durch Plato erkennen kann.

Autor: Alex