Pro Milone - 25-26

(25)Je mehr jener öffentliche Verwirrung stiftete, umso mehr nahm dieser von Tag zu Tag an Einfluss zu. Sobald der Mann der für jedes Verbrechen überaus bereit war, sah dass der tapferste Mann sein ärgster Feind die sichersten Aussichten af das Konsulat habe, nicht nur in den Gesprächen sondern auch in den Wahlversammlungen des römischen Volkes, wo es oft erklärt worden war, er begann offen vorzugehen und es offen zu sagen, dass Milo getötet werden müsse.

(26) Er hatte die derben Sklaven und Barbaren, mit denen er den öffentlichen Wald verwüstet und Etrurien geplündert hatte, aus den Appeninen weggeführt, jene habt ihr gesehen. Das war keineswegs verborgen. Nämlich hat er wiederholt öffentlich gesgt, dass er Milo nicht das Konsulat entreißen könnte, das Leben schon. Er deutete das oft im Senat an und sprach davon in der Volksversammlung; er antwortete sogar Marcus Favionus, einem sehr tapferen Mann, der ihn fragte, was er sich zu Lebzeiten Milos von seinem Toben verspreche, dass dieser in drei oder höchstens vier Tagen zu Grunde gehen werde.

Autor: schraubi