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Carmen - 15

Dir vetraue ich mich und meine Liebe
An, Aurelius. Diese Gunst erbitte ich:
Falls Dir je ein Besitz von Herzen lieb war,
Den du unberührt rein zu haben wünschtest,
Dann bewahre mir züchtig diesen Jungen,
Nicht vor dem Volk gar, denn ich habe keine Angst vor denen,
Die auf Gassen und Straßen laufen, in den
Köpfen mit eigenen Problemen beschäftigt.
Nein, bewahr ihn vor Dir und Deinem Penis,
Der die Guten nicht schont und nicht die Schlechten.
Wo und wie Du es willst, kannst Du ihn herumwedeln,
Und wie oft es Dir beliebt, nur nicht im Hause!
Diesen einen nimm aus, ich bitte, in Ehren!
Wenn Dich Dummheit und Wahnsinn treiben sollten,
Frevelen Sinns in solche Schuld zu fallen,
Mich mit listiger Tücke so zu reizen,
O, dann wird es recht übel Dir ergehen:
Angewinkelt die Beine solln durchs offene
Loch Dir Rettich und Fische durchmarschieren!

Autor: JägersMaus